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Originaltitel: mother!, deutscher Titel: mother!

mother!
BILD Text mother!

US 2017 - 122 Min. - engl. OmU - Regie: Darren Aronofsky - Drehbuch: Darren Aronofsky - Musik: Jóhann Jóhannsson - Kamera: Matthew Libatique - Schnitt: Andrew Weisblum - DarstellerInnen: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Michelle Pfeiffer, Ed Harris, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig u.a.

Ein Dichter und seine Ehefrau haben sich in die Abgeschiedenheit eines viktorianischen Landhauses zurückgezogen. Er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden. Sie richtet das Haus ein, kocht essen, wäscht – und wird zunehmend von alptraumhaften Eindrücken geplagt. Plötzlich steht überraschender Besuch vor der Tür: ein Fremder und wenig später dessen Ehefrau. Das Paar wird vom Dichter eingeladen, zu bleiben – obwohl die junge Frau des Künstlers, der die Aufdringlichkeit der Besucherin nicht behagt, Bedenken hat. Und die nächste Invasion des Refugiums lässt nicht lange auf sich warten: Die Söhne des fremden Ehepaares tauchen auf und tragen ihren zunehmend heftigeren Streit im Haus aus…

Die vielen Allegorien sind der wertvollste Widerspruch des Films: Genau die Art von grenzüberschreitender, cineastischer Zumutung, an der schon allein die Art und Weise faszinierend ist, wie man als Zuschauer darauf reagiert. Man kann Aronofskys endlose Gewalt- und Bilderorgie verwirrend finden, ärgerlich oder wunderschön. Man kann das lieben oder hassen. Sogar alles zur gleichen Zeit. Nur Nichtreagieren geht nicht. Das macht „Mother!“ zu viel mehr als einer modernen Version von „Rosemary’s Baby“: Es macht ihn zu einem Film über den gefühlten Zustand unsere Gegenwart: das ganze Chaos, der rasende Zorn, die Angst, die drohende Vernichtung. Aronofsky jagt alles in die Luft. Es ist ein meisterhafter Knall.

Eine cineastische Zumutung, eine faszinierende Bilderflut (musikexpress.de)

Dienstag, 26.11.2019, 20:00 - IM GESPRÄCH mit der Welser Stadtschreiberin, Dr. Marlen Schachinger nach der Vorstellung: