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Originaltitel: Das versunkene Dorf, deutscher Titel: Das versunkene Dorf

Das versunkene Dorf
BILD Text Das versunkene Dorf

IT 2018 - 82 Min. - OdtF /teilweise OmU - Regie: Georg Lembergh - Kamera: Georg Lembergh - Historische Beratung & Recherche: Hansjörg Stecher - Schnitt: Christin Gottscheber - Musik: Marco Annau

Von der Weltöffentlichkeit unbemerkt spielt sich im August 1950 auf der Südtiroler Hochebene des Reschenpasses eine menschliche Tragödie ab. Fast über Nacht wird das idyllisch gelegene Dorf Graun, durch ein von staatlicher Willkür und Profitdenken geprägtes Stauseeprojekt, vollständig unter Wasser gesetzt. Ohnmächtig müssen die Bewohner mitansehen wie ihre Häuser gesprengt werden und alle Äcker, Wiesen und Felder im Stausee versinken. Nur mehr der Kirchturm von Alt-Graun ragt, einem Mahnmahl gleich, aus der Wasserwüste. Heute, 65 Jahre später, steht das neue Graun malerisch über dem Seeufer. Trotz der Postkartenidylle wollen die Wunden der Alten aber nur langsam heilen.

Eingebettet in einen Spannungsbogen zwischen gestern und heute geht der Film in berührender Weise den Fragen nach Heimat und Heimatverlust nach. Er beleuchtet die historisch noch kaum aufgearbeiteten, hochdramatischen Umstände der Seestauung und zeigt, welche Auswirkungen sie auf spätere Generationen hat.

Sonntag, 20.1. - 19:30 nach der Filmvorstellung im Gespräch mit dem Regisseur Georg Lembergh und dem Historiker Hansjörg Stecher.