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Originaltitel: Me We, deutscher Titel: Me We

BILD Text Me We

AT 2020 - 115 Min. - OdtF - Regie: David Clay Diaz - Drehbuch: David Clay Diaz, Senad Halilbasic - Kamera: Julian Krubasik - Schnitt: Lisa Zoe Geretschläger - Ton: Michael Zachhuber, Rudolf Gottsberger, Thomas Pötz - DarstellerInnen: Lukas Miko, Verena Altenberger, Barbara Romaner, Mehdi Meskar, Alexander Srtschin, Wonderful Idowu, Benjamin Petrovic, Thomas Otrok, Laurin Saied, Raphael Stojku u.a.

ME, WE – das ist das kürzeste Gedicht aller Zeiten und bringt die Realitäten der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft auf den Punkt: Wer bin ich, und wer kann ich sein – und sind die anderen wirklich so anders? Von diesen Erfahrungen, die wir mit unserer Begeisterung und Naivität, mit unserer Skepsis und Ohnmacht machen, erzählt der Film und fokussiert dabei auf die feinen Zwischentöne, die dieses vielfältige Zusammenleben für alle bedeutet.

Sommer in Österreich. Die Fußballeuropameisterschaft wird erstmals in mehreren Ländern gleichzeitig ausgetragen. Marie bricht auf nach Lesbos, um in einem NGO-Camp an der Küste ankommende Flüchtlinge erstzuversorgen. Gerald bemüht sich mit voller Hingabe, ein Flüchtlingsheim in Wien zu leiten. Marcel versucht mit seiner Gang halbstarker Burschen seine eigene Vorstellung vom Schutze Österreichs umzusetzen. Und Petra quartiert den Flüchtling Mohammed bei sich ein und plant, ihn in Österreich bestmöglich zu integrieren.

So unterschiedlich die Versuche sind, diese herausfordernden Situationen zu bewältigen – ob es am Ende Sieger oder Verlierer geben kann, muss jeder für sich selbst überprüfen. Denn ME, WE erzählt eine Geschichte, die sich weder auf die eine noch auf die andere Seite stellt, sondern eine, die dem widersprüchlichen „Dazwischen“ Raum gibt. Eine Begegnung von unterschiedlichen Menschen und ihren Haltungen – zwischen besten Vorsätzen und naivem Rassismus, unbewussten Vorurteilen und scheinbarer Gleichgültigkeit –, die vor allem von Unsicherheit und Überforderung geprägt sind. Und so bewegt sich der Film durch emotionale Mischzustände, ist zugleich ernst, betroffen, komisch, beängstigend und humorvoll — und eine ehrliche Auseinandersetzung mit einer Situation, die für uns immer noch so schwer zu greifen ist.

Auszeichnung: Schauspielpreis Lukas Miko, Diagonale 2021

Special: Dienstag, 20. Juli, 19:30 Uhr: Im Gespräch mit dem Regisseur David Clay Diaz und dem Schauspieler Lukas Miko, Diagonalepreisgewinner, nach der Vorstellung