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Originaltitel: Frühling in Neapel, deutscher Titel: Frühling in Neapel

Frühling in Neapel
BILD Text Frühling in Neapel

AT 2020 - 96 Min. - OmU - Regie: Walter Größbauer - Drehbuch: Walter Größbauer - Kamera: Walter Größbauer, Istvan Pajor - Ton: Istvan Pajor - Schnitt: Walter Größbauer - Musik: Andrea Tartaglia

Heimatfilmfestival Freistadt LogoAm Stadtstrand "Santa Lucia", im Zentrum von Neapel, hat die Badesaison begonnen. Hierher kommen Menschen aus den umliegenden Vierteln, um ein erfrischendes Bad zu nehmen oder sich zu sonnen. Es wird geplaudert, gefischt, gesungen und geküsst, und so mancher verdient seinen Lebensunterhalt mit diesem einzigartigen Stadtbiotop, selbstverständlich im informellen Sektor. Der Strand ist Ausgangspunkt für eine filmische Expedition in die Stadt am Vesuv und in die persönlichen Geschichten einiger ihrer Bewohner. Geschichten über das Leben und die Liebe.

Betty Bee, eine in Neapel bekannte Künstlerin und schillernde Persönlichkeit mit Tiefgang, verbrachte ihre Kindheit in einer für Neapel typischen, ebenerdigen Gassenwohnung, die „Bassi“ genannt wird. Ihr Vater wollte sie von der Außenwelt fernhalten. „Das hat mich in eine Konzeptmaschine verwandelt. In meiner ganzen Karriere tat ich nichts anderes als zu protestieren.“

Emanuele lebt seit 30 Jahren im Stadtteil "Sanità", der von Armut, Gewalt, Arbeitslosigkeit und der Camorra geprägt ist. Er und seine Geschwister sind ins Krippengeschäft einstiegen und zählen mittlerweile zu den Stars in der Szene weltweit. Mit ihren Krippenfiguren haben sie schon so manchen Skandal ausgelöst, indem sie brisante politische, religiöse oder gesellschaftliche Zustände thematisierten.

Giancarlo hatte seit der Kindheit den Traum, Buchhändler zu werden. Da Lesen in Neapel immer noch eine beliebte Tätigkeit ist, eröffnete er auf der "Piazza del Gesù" einen kleinen Buchladen. Seitdem kämpft er gegen das "Monster" Amazon.

Angelo, stadtbekannt als "´O Capitano", verdient seinen Lebensunterhalt als "Pazzariello", die Figur des Straßenkünstlers und Possenreißers aus dem 17. Jahrhundert. In einer Fantasieuniform und mit tänzelndem Schritt bewegt er sich durch die Straßen des "Centro Storico" und zieht mit frivolen Späßen und deftigen Sprüchen die Aufmerksamkeit auf sich. Pina, seine Partnerin, betreibt eine Schokolademanufaktur mit angeschlossenem Theater.

Gemeinsam wollen sie ihr in Vergessenheit geratenes Viertel aufwerten.

Heimatfilmfestival Freistadt zu Gast in Wels, 1.9.2020 20:30