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Originaltitel: Born in Evin, deutscher Titel: Born in Evin

Born in Evin
BILD Text Born in Evin

DE/AT 2019 - 96 Min. - OmU - Regie: Maryam Zaree - Drehbuch: Maryam Zaree - Kamera: Siri Klug - Schnitt: Dieter Pichler

Evin ist ein Ort, über den niemand sprechen möchte. „Das Schweigen ist Teil unserer Geschichte“, sagt einmal jemand. In dem bekanntesten iranischen Gefängnis wurden nach der Revolution ab 1979 vor allem politische Gefangene auf das Übelste drangsaliert. Genau dort, mitten im Schweigen, kam Maryam Zaree 1983 zur Welt. In ihrem Debütfilm „BORN IN EVIN“ versucht die Schauspielerin und Filmemacherin, Licht in das schwarze Loch der eigenen Geschichte zu bringen. Was ist Mutter und Tochter dort widerfahren?

Ihre persönliche Geschichte ist Teil einer kollektiven Grausamkeit, die im Film in kurzen historischen Aufnahmen angerissen wird: Nach dem Sturz des Schahs im Jahr 1979 kommt Ayatollah Khomeini an die Macht. Der neue Staatschef und religiöse Führer lässt Zehntausende politische Gegner verhaften, foltern und ermorden. Die oppositionellen Eltern werden getrennt eingesperrt, die damals schwangere Mutter muss im Gefängnis entbinden. Beide überleben und fliehen später nach Deutschland.

„BORN IN EVIN“ - ein mutiger, intimer Film, der allgemeingültige Ansprüche formuliert: Gegen die Verdrängung und für das Fragenstellen.

Auszeichnung: Kompass-Perspektive-Preis als bester Film der Sektion Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale 2019