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Originaltitel: Forushande, deutscher Titel: The Salesman

Forushande
The Salesman
BILD Text The Salesman

IR/FR 2016 - 125 Min. - farsi OmU - Regie: Asghar Farhadi - Drehbuch: Asghar Farhadi - Kamera: Hossein Jafarian - Schnitt: Hayedeh Safiyari - Musik: Sattar Oraki - Ton: In Erinnerung an Yadollah Najafi - Hossein Bashash - DarstellerInnen: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi , Farid Sajjadihosseini, Mina Sadati u.v.a.

Fluchtartig müssen Emad und Rana ihre Wohnung verlassen. Durch eine Beschädigung des Fundaments droht das Haus einzustürzen. Ein Bekannter stellt dem jungen Paar seine leerstehende Wohnung zur Verfügung, ein seltener Glücksfall in einer dicht besiedelten Stadt wie Teheran. Als Rana im Badezimmer von einem Unbekannten überrascht wird, erfahren sie, dass die Vormieterin neben persönlichen Gegenständen auch einen zweifelhaften Ruf hinterlassen hat. Rana weigert sich, die Polizei einzuschalten oder auch nur über den Vorfall zu sprechen. Also macht sich Emad selbst auf die Suche nach dem Täter. Zunehmend verstrickt sich das Paar in einem Geflecht aus Scham und Schuldzuweisungen und droht schließlich daran zu zerbrechen...

Mit einem cleveren Kunstgriff verknüpft Asghar Farhadi die Handlung um Emad und Rana mit Arthur Millers berühmtem Theaterstück „Tod eines Handlungsreisenden“. Er eröffnet damit eine neue Erzählstruktur und unzählige subtile Deutungsmöglichkeiten. Das heutige Teheran erscheint einem plötzlich wie das alte

New York Millers.

In seiner Heimat hat Farhadis Film einen Nerv getroffen, ähnlich wie Millers Stück vor 67 Jahren in den Vereinigten Staaten und danach weltweit. Irans urbane Mittelschicht erkennt sich in THE SALESMAN (FORUSHANDE) wieder, der Film hat seit dem Start Ende August alle Zuschauerrekorde gebrochen. (...) Asghar Farhadi zeigt nicht nur das Teheran der Gegenwart, sondern auch eine Wirklichkeit, die viele Politiker und konservative Kommentatoren im Iran nicht akzeptieren wollten. So gab es massiven Einfluss auf die Jury, die über den iranischen Oscar-Beitrag zu entscheiden hatte. Der Film wurde als unwürdig diffamiert. Glücklicherweise ließ sich die Jury nicht einschüchtern.

Auszeichnungen: Film Festival Cannes 2016 - Bestes Drehbuch / Bester Schauspieler Shahab Hosseini / Film Festival München - Arri/Osram Award for the Best Foreign Language Film / Auszeichnung: Oscars® 2017als Bester Fremdsprachiger Film