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Originaltitel: Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis, deutscher Titel: Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis

Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis
BILD Text Offshore - Elmer und das Bankgeheimnis

CH 2016 - 102 Min. - schweiz. OmU - Regie: Werner Schweizer - Drehbuch: Werner Schweizer, Daniel von Aarburg - Kamera: Carlotta Holy-Steinemann - Schnitt: Kathrin Plüss - Musik: Christian Schlumpf, Martin Skalsky, Michael Duss - DarstellerInnen: mit Rudolf Elmer u. a.

Er hat eine beachtliche Karriere gemacht, der Zürcher Banker Rudolf Elmer. Er stieg zum Chief Operating Officer (COO) der Privatbank Julius Bär auf. Ein tüchtiger, beflissener und rechtschaffener Revisor und Vertrauensmann, den man ins Steuerparadies Cayman Islands schickte. Er machte seinen Job gut. Irgendwann zweifelte er an den Methoden, den Vertuschungen und stellte kritische Fragen. Das Bankhaus beziehungsweise die US-Leitung reagierte perfide. Man unterzog ihn einem Lügendetektortest und stellte ihn ins Abseits. Elmer wehrte sich, warnte Kunden, alarmierte Medien und Behörden, schrieb Drohbriefe. Er wurde zur Gefahr für die Bank und die ganze Branche, und im September 2005 wurde er verhaftet. Der Banker wurde zum Whistleblower. Im Herbst/Winter 2007 gibt Elmer Dokumente an Wikileaks weiter.

Werner Schweizers akribische Dokumentation ist mehr als das Porträt eines Mannes, der gegen einen übermächtigen Gegner antrat und verurteilt wird. Der Filmer beschreibt die Funktion und Bedeutung der Offshore-Finanzplätze im Bankensystem. Er enthüllt aber auch ein fragwürdiges Verhalten der Züricher Justiz. Offshore – Elmer und das Bankgeheimnis erweist sich als hochaktuelles Zeugnis und Enttarnung eines Schweizer Mythos. Mutig, entlarvend, engagiert, spannend und provokant.