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SCHULFILME

# Female Pleasure

BILD # Female Pleasure

DE/CH/IN/GB/US/JP 2018 - 101 Min. - mehrsprachige OmU - Regie: Barbara Miller - Drehbuch: Barbara Miller - Kamera: Anne Misselwitz, Gabriela Betschart, Akiba Jiro - Schnitt: Isabel Meier - Musik: Peter Scherer - DarstellerInnen: Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner, Vithika Yadav

female tracks Logo Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum von Barbara Millers Dokumentarfilm. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbaren positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Am Anfang steht das Erregen der Aufmerksamkeit, dann kommt der Austausch und schließlich der Wandel. Hoffentlich.

FEMALE PLEASURE ist ein Film der schildert, wie universell und alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreitend die Mechanismen sind, die die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen uns die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann. Der Film von Barbara Miller ist ein Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Dämonisierung der weiblichen Lust durch Religion und gesellschaftliche Restriktionen.

ANMERKUNGEN: empf. ab 14 Jahren

Fachbereich: Ethik, Soziologie, Frauenrechte

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303

BILD 303

DE 2018 - 145 Min. - dt./port. OmU - Regie: Hans Weingartner - Drehbuch: Silke Eggert, Hans Weingartner - Kamera: Mario Krause, Sebastian Lempe - Schnitt: Benjamin Kaubisch, Karen Kramatschek, Sebastian Lempe - DarstellerInnen: Mala Emde, Anton Spieker, Arndt Schwering-Sohnrey, Thomas Schmuckert, Jörg Bundschuh u. a.

Jan ist davon überzeugt, dass der Mensch von Natur aus egoistisch ist. Deswegen ist er auch nicht weiter überrascht, als ihn in Berlin seine Mitfahrgelegenheit versetzt. Jule hingegen glaubt, dass der Mensch im Kern empathisch und kooperativ ist und bietet Jan einen Platz in ihrem Wohnmobil an. Beide sind unterwegs Richtung Atlantik. Jan will nach Spanien, Jule zu ihrem Freund nach Portugal. Eigentlich soll es gemeinsam nur bis Köln gehen, doch mit jedem Kilometer eröffnet sich etwas mehr von der Welt des Anderen.

Ein Roadtrip durch Westeuropa, lebenshungrig und romantisch, zwischen Fernweh und dem Wunsch, irgendwo anzukommen.

Es lässt sich, das zeigt „303“, gut reden in einem alten Van, in dem man sich „außerhalb von Raum und Zeit bewegt“. Landschaften und Gedanken ziehen vorüber und ein Flattern liegt in der Luft, weil sich da zwei Menschen langsam – und nicht durch ein paar Klicks im Internet – gegenseitig entdecken. Man möchte es Jule und Jan gleichtun und losfahren in einer alten Kiste, die nicht auf der Überholspur dahinrast. Sonst ist man, so Weingartner, gleich wieder drin „in der effizienten Welt“.

ANMERKUNGEN: empf. ab 14 Jahren

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Amelie rennt

BILD Amelie rennt

DE 2017 - 97 Min. - OdtF - empf. ab 12 Jahren - Regie: Tobias Wiemann - Drehbuch: Natja Brunckhorst, Ivette-Merle Böhrnsen - Kamera: Martin Schlecht - Schnitt: Andreas Radtke - Musik: Markus Perner - DarstellerInnen: Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann, Denis Moschitto, Jasmin Tabatabai, Jerry Hoffmann u. a.

Die eigensinnige Amelie ist die Königin des Fluchens – auf ihre Eltern, die Bevormundung durch Ärzte und vor allem auf ihre Asthmaerkrankung. Als sie nach einem lebensbedrohlichen Anfall in eine Spezialklinik nach Südtirol geschickt wird, haut sie kurzentschlossen ab. Auf ihrer Flucht in die Berge trifft sie auf den 15jährigen Bart, der sich ungebeten zu ihrem Begleiter macht und dem Sturkopf in seiner Hartnäckigkeit in nichts nachsteht. Das traditionelle, Heilung versprechende Bergfeuer treibt die beiden bis auf die Gipfel. Doch der riskante Aufstieg wird für beide zu einem emotionalen Abenteuer aus Mutproben, dem Kribbeln der ersten Verliebtheit .

„Amelie rennt“ ist ein mit viel Fingerspitzengefühl inszeniertes Abenteuerdrama rund um eine junge Frau, die es sich und ihrer Umwelt beweisen will. Dabei nimmt Regisseur Tobias Wiemann nicht bloß seine Hauptfigur sowie ihr privates Umfeld zu jedem Zeitpunkt ernst, sondern macht aus kleinen Beobachtungen Momente größter Emotionen. Ein wahrhaftiger, ehrlicher und ehrlich optimistischer Film.

Auszeichnungen: Gilde Filmpreis 2017: Bester Kinderfilm / Goldener Spatz 2017: Bestes Drehbuch, Bester Kino/Fernsehfilm / Zin IFF für Kinder und Jugendliche 2017: Bester internationaler Langfilm

ANMERKUNGEN: geeignet für: NMS 4. Klasse / AHS ab 4. Klasse

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Auf Augenhöhe

BILD Auf Augenhöhe

DE 2016 - 99 Min. - OdtF - Regie: Joachim Dollhopf, Evi Goldbrunner - Drehbuch: Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf - Kamera: Jürgen Jürges - Schnitt: Maja Stieghorst - Musik: David Ossa - DarstellerInnen: Luis Vorbach, Jordan Prentice, Ella Frey, Marco Licht, Anica Dobra, Phil Laude, Nils Schulz u. a.

Der zehnjährige Michi lebt seit er denken kann in einem Kinderheim. Als ihm eines Tages die Adresse seines Vaters in die Hände fällt, erwartet ihn eine große Überraschung: Tom ist kleinwüchsig und stellt somit Michis Bild eines Vaters komplett auf den Kopf. Der Weg der beiden zueinander ist alles andere als einfach.

Eine außergewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte voller Humor und Dramatik und ein flammendes Plädoyer für die Akzeptanz des Andersseins.

Evi Goldbrunner & Joachin Dollhopf haben sich während der gemeinsamen Studienzeit an der Filmuniversität Babelsberg "Konrad Wolf" kennen gelernt - sie studierte Drehbuch, er Regie. Bereits während des Studiums haben sie gemeinsam Projekte, die auf internationalen Festivals ausgezeichnet wurden, realisiert. AUF AUGENHÖHE ist ihr erster gemeinsamer Langfilm.

ANMERKUNGEN: Geeignet ab 8 Jahren

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Bier! Der beste Film, der je gebraut wurde

BILD Bier! Der beste Film, der je gebraut wurde

AT/US/BE/IT/DE 2018 - 93 Min. - engl., franz., ital., dt. OmU & DF - Regie: Friedrich Moser - Kamera: Friedrich Moser - Buch: Friedrich Moser, Michael Seeber, Maarten Schmidt - Schnitt: Kirk von Heflin, Geert Veuskens, David Arno Schwaiger - DarstellerInnen: Christoph Bichler, Peter Bouckaert, Steve Hindy, Julia Herz u.a.

Der Tiroler Christoph Bichler ist einer der besten Brauer Österreichs. Er ist einer der Gründer der mehrfach preisgekrönten Tiroler Brauerei Bierol und sozusagen der menschliche rote Faden durch Friedrich Mosers spritzig-süffige Kino-Doku. Bichler ist ein österreichischer Craft-Beer-Pionier: Mit seinem Mountain Pale Ale war er absoluter Publikumsfavorit bei Wiens allererster Craft-Beer-Messe. Mittlerweile gehört Bierol zu den Fixsternen unter den Kleinbrauereien am österreichischen Bier-Himmel.

Und deren gibt es in Österreich immer mehr. „Big Beer“, die globale Bierindustrie, ist zwar auch bei uns stark vertreten: 10 der größten und bekanntesten österreichischen Brauereien sind Teil der Brau Union Österreich. Die wiederum gehört dem zweitgrößten internationalen Bier-Konzern Heineken. Nicht nur die Gewinne gehen nach Holland, Holland hat auch das Sagen bei der Entwicklung neuer „österreichischer“ Biere.

Anders die traditionellen Brauereien in Privathand, wie Ottakringer in Wien oder Stiegl in Salzburg: sie haben die Bedeutung der „Kleinen“, die mit viel Leidenschaft und großem persönlichen Engagement arbeiten, längst erkannt, wie zahlreiche Kooperationen zeigen. Schließlich geht’s hier um was – nämlich um die Zukunft der fast 200 österreichischen Brauereien in Privathand. Und um die Zukunft unserer österreichischen Biere.

ANMERKUNGEN: Der Trend zum Craftbier greift seit einigen Jahren auch in Österreich um sich. Der Filmemacher Friedrich Moser spürt diesem lifestyligen Gegenentwurf zum Großkonzerngebräu nun in seiner Filmdoku mit den schlicht-einladenden Titel "Bier!" nach.

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Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

BILD Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

DE 2019 - 84 Min. - OdtF - Regie: Martin Tischner - Drehbuch: Martin Tischner - Kamera: Johannes Obermaier - Schnitt: Florian Kohlert - Musik: Sonja Glass (BOY) - DarstellerInnen: Tobias Krell, Lars Rudolph, Ulla Lohmann, Uli Kunz, Daniela Jansen u. a.

Das größte Abenteuer seines Lebens beginnt für Checker Tobi auf einem Piratenschiff mitten im Meer. Dort entdeckt er eine Flaschenpost, in der ein Rätsel steckt. Wenn er es löst, wird er das Geheimnis unsers Planeten lüften. Eine aufregende Schnitzeljagd rund um die Erde beginnt.

Der KiKA-Held vieler Kinder erobert endlich die große Leinwand. Der Kinofilm „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ ist lustig und spannend. Ein Abenteuerfilm für die ganze Familie!

ANMERKUNGEN: empf. ab 6 Jahren

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Das schweigende Klassenzimmer

BILD Das schweigende Klassenzimmer

DE 2018 - 111 Min. - OdtF - Regie: Lars Kraume - Drehbuch: Lars Kraume basierend auf dem Sachbuch von Dietrich Garstka - Kamera: Jens Harant - Schnitt: Barbara Gies - Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas - DarstellerInnen: Leonard Scheicher, Anna Lena Klenke, Carina N. Wiese, Ronald Zehrfeld, Tom Gramenz, Jonas Dassler u. a.

1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt in der Wochenschau aufwühlende Bilder vom Aufstand in Budapest. Zurück in Stalinstadt, einer der Vorzeige-Arbeitersiedlungen der DDR, entsteht die Idee, im Unterricht eine Schweigeminute für die Opfer des ungarischen Freiheitskampfes abzuhalten. Mit den kleinen und großen Reaktionen, die ihre Solidaritätsbekundung auslöst, haben weder die Jungen noch ihre Eltern oder die Schulleitung gerechnet. Während der Rektor versucht, den Vorfall als jugendlichen Unfug abzutun und intern zu regeln, geraten die Schüler in die politischen Mühlen eines Staates, der ein Exempel statuieren will. Der Volksbildungsminister verurteilt die Aktion als konterrevolutionären Akt und verlangt von ihnen, den Rädelsführer zu benennen. Die Schüler werden vor eine Entscheidung gestellt, die dramatische Folgen für ihre Zukunft hat.

Was heißt es, eine eigene Meinung zu entwickeln und diese auch gegenüber Widersprüchen zu behaupten? Was bedeutet es Solidarität zu zeigen selbst dann, wenn dadurch individuelle Ziele in Gefahr geraten? Wie geht man mit Angst und Ohnmachtsgefühlen angesichts übermächtig erscheinender Machtstrukturen um?

ANMERKUNGEN: geeignet für: NMS 4. KL / AHS 4. KL/ BHS /BS

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Der Flohmarkt von Madame Claire Le dernier vide-grenier de Claire Darling

BILD Der Flohmarkt von Madame Claire

FR 2018 - 94 Min. - franz. OmU & DF - Regie: Julie Bertuccelli - Drehbuch: Julie Bertuccelli, Sophie Fillières nach dem Roman „Faith Bass Darling’s Last Garage Sale“ von Lynda Rutledge - Kamera: Irina Lubtchansky - Schnitt: François Gédigier - Musik: Olivier Daviaud - DarstellerInnen: Catherine Deneuve, Chiara Mastroianni, Alice Taglioni, Laure Calamy u. a.

An jedem Gegenstand hängen besondere Erinnerungen. Claire, die langsam doch auch Probleme mit dem Gedächtnis hat, lässt ihre Vergangenheit noch einmal Revue passieren. Durch ihre alte Jugendfreundin Martine erfährt auch Claires Tochter Marie von dem Flohmarkt. Schockiert, dass auch die Lieblingsstücke ihrer Kindheit verkauft werden sollen, beschließt sie, zum ersten Mal seit zwanzig Jahren ihre Mutter zu besuchen. Doch sie scheint nicht das einzige Gespenst aus der Vergangenheit

zu sein, das die exzentrische Dame erneut aufspürt.

Mit betörender Eleganz und anmutiger Sinnlichkeit erobert die legendäre Grande Dame des französischen Kinos, Catherine Deneuve, an der Seite ihrer Tochter Chiara Mastroianni in DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE die Kinoleinwand sensationell zurück.

Julie Bertuccelli, geboren 1968 in Boulogne-Billancourt. Sie wurde mehrfach für ihre Filme ausgezeichnet. DER FLOHMARKT VON MADAME CLAIRE ist ihr dritter Spielfilm.

ANMERKUNGEN: französisch

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Der Klavierspieler vom Gare du Nord Au bout des doigts

BILD Der Klavierspieler vom Gare du Nord

FR 2017 - 105 Min. - Franz. OmU & DF - Regie: Ludovic Bernard - Drehbuch: Johanne Bernard, Ludovic Bernard - Kamera: Thomas Hardmeier - Schnitt: Romain Rioult - Musik: Harry Allouche - DarstellerInnen: Jules Benchetrit, Lambert Wilson, Kristin Scott Thomas, Karidja Touré, André Marcon, Elsa Lepoivre, Michel Jonasz u. a.

Bahnhofstrubel in Paris: Menschen strömen durcheinander, gehetzt, anonym, merkwürdig blind und taub füreinander. Nur für einen gilt diese Beschreibung nicht. Mathieu Malinski hat sich auf eine Insel inmitten dieses geschäftigen Gewusels zurückgezogen. Der junge Mann sitzt an einem öffentlichen Klavier, er spielt ganz für sich und doch auch für die ganze Welt. Und einer ist im Publikum, der wahrnimmt, dass die Musik für Mathieu mehr ist als ein zerstreuendes Hintergrundrauschen: Pierre Geithner, Leiter des Pariser Konservatoriums. Nur zu gern würde er den jungen Mann fördern, doch Mathieu Malinski hat schon zu viele Enttäuschungen erlebt, um sein Glück annehmen zu können. Und so weist Mathieu ihn ab. Bis zu dem Tag, an dem er wegen Diebstahls vor Gericht steht und niemanden hat, an den er sich wenden kann – außer Pierre Geithner, der seine Haftstrafe in Sozialstunden am Konservatorium umwandeln lässt. Pierre erkennt Mathieus außergewöhnliches Talent und meldet ihn zum renommiertesten Klavierwettbewerb des Landes an. So betritt Mathieu eine Welt, deren Regeln er nicht kennt. Nicht nur die strenge Klavierlehrerin, "die Gräfin", die Mathieu auf den Wettbewerb vorbereiten soll, hegt begründete Zweifel an seiner Eignung. Doch Pierre lässt sich nicht beirren und setzt alles auf Mathieu.

ANMERKUNGEN: Der Film zeigt mittels der Musik Zusammenhänge zwischen Talent und Disziplin, sozialem Umfeld, Freundschaft und individueller Lebenserfahrung.

Empfehlung ab 12 Jahren

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Der Trafikant

BILD Der Trafikant

AT 2018 - 113 Min. - OdtF - Regie: Nikolaus Leytner - Drehbuch: Klaus Richter, frei nach dem Roman von Robert Seethaler - Kamera: Hermann Dunzendorfer - Schnitt: Bettina Mazakarini - Musik: Matthias Weber - DarstellerInnen: Johannes Krisch , Simon Morzé, Bruno Ganz, Emma Drogunova , Regina Fritsch, Karoline Eichhorn, Elfriede Irrall u. a.

Wien 1937/38. Franz, 17, lernt als Lehrling in einer Trafik das Leben kennen - und die Liebe, ihre Lust und ihren Schmerz. Gut, dass er einen Stammkunden und Experten zu Rate ziehen kann: Sigmund Freud, 82. Dem allerdings ist das weibliche Geschlecht ein kaum minder großes Rätsel. Franz, sein neuer Freund Sigmund Freud, jene junge Böhmin, die Franz unglücklich liebt, und sein behinderter, couragierter Arbeitgeber geraten in einen dramatischen Strudel, denn "die Verhältnisse, sie sind nicht so" (Brecht). Eine kleine, große, leichtfüßig-poetische wie emotionale Kinogeschichte.

ANMERKUNGEN: geeignet für: NMS ab 4.Klasse / AHS ab 4. Klasse / BHS /BS

Pro Vorstellung: Mindestens 75 SchülerInnen

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Die Baumhauskönige - Rivalen wider Willen Bouwd0rp

BILD Die Baumhauskönige - Rivalen wider Willen

NL 2014 - 84 Min. - DF - empf. ab 8 Jahren - Regie: Margien Rogaar - Drehbuch: Margien Rogaar, Tijs van Marle - Kamera: Sal Kroonenberg - Musik: Gerry Arling, Rik Eistgeest - DarstellerInnen: Kees Nieuwerf, Julian Ras, Bart Reuten, Nijs Vermin u. a.

Ziggy und Bas sind beste Freunde. Bevor sie nach den Sommerferien auf verschiedene Schulen gehen, wollen sie beim Feriencamp auf dem Abenteuerspielplatz nochmal ihren im Vorjahr erkämpften Titel als „Baumhauskönige“ für das beste selbst gebaute Baumhaus verteidigen. Blöderweise landen beide diesmal in unterschiedlichen Teams und müssen als Konkurrenten lernen, was echte Freundschaft bedeutet.

Glaubwürdige Figuren, mitreißende Musik, tolle Kostüme, klare Bilder und ein ungewöhnliches Setting machen den Film zu einer großartigen Geschichte, die sehr genau zeigt, wie manche Gefühle auch die allerbeste Freundschaft auf die Probe stellen können.

Auszeichnung: Lucas Int. Festival für junge Filmfans 2014 - ECFA-Award

ANMERKUNGEN: geeignet für: VS ab 2. KL / AHS 1-3.KL

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Down to Earth – Die Hüter der Erde Down to Earth

BILD Down to Earth – Die Hüter der Erde

NL/UK 2017 - 90 Min. - OmU - Regie: Renata Heinen, Rolf Winters - DarstellerInnen: Nowaten, Mukwa Ode, Mokompo Ole Simel, Lekiti Ole Mokompo Haruzou, Urakawa Balngayngu Marika, Langani Marika, Motiram Baiga, Sumpa, Don Jose Quispe/ui/ukxa K!Unta Bo, Margaret Connolly, Akeekwe u.

Eine Familie steigt aus dem Hamsterrad aus und macht sich auf die Reise ihres Lebens. Mit ihren drei Kindern reisen sie ans Ende der Erde, auf der Suche nach einer neuen Sichtweise auf das Leben und die Welt, in der wir leben. Während ihres fünfjährigen Abenteuers leben sie mit verschiedenen Stammesgemeinschaften auf sechs Kontinenten. Ihre Begegnungen mit Stammesweisen, die noch nie gefilmt oder interviewt wurden, zeichnen sie auf. Es gibt keine Crew, keinen Zeitplan, nur einen Rucksack und eine Kamera für jeden. Und die Neugier, zuzuhören.

Von den Ufern des Lake Superior in Michigan bis mitten im Amazonas, vom australischen Outback bis zur Kalahari-Wüste, von den Anden bis in den indischen Dschungel erhält die Familie Zugang zu Gemeinschaften, die Filmcrews bisher verwehrt war.

Der Film offenbart die tiefe Weisheit, die die Familienmitglieder in ihren Gesprächen mit diesen Menschen finden und die lebensverändernde Kraft, die dieser Weisheit entspringt. Nach einem jahrhundertelangen Leben im Verborgenen sehen die Hüter der Erde, dass es jetzt Zeit ist, sich zu zeigen und ihre Einsichten und Weisheit mit den Menschen zu teilen, die bereit sind zuzuhören.

Auszeichnungen: Preis der Jury; Publikumspreis des Holländischen Film Festival für Bildung „Nationale Onderwijs Film Festival“; Publikumsliebling des Spirit Film Festival, Tel Aviv

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Erde

BILD Erde

AT 2019 - 114 Min. - engl./dt./ung./span. OmU - Regie: Nikolaus Geyrhalter - Kamera: Nikolaus Geyrhalter - Schnitt: Niki Mossböck - Sound Design: Florian Kindlinger

In sieben Kapiteln führt Nikolaus Geyrhalter an Stätten des Tage- und des Tiefbaus in Europa und Nordamerika, die sonst nur schwer zugänglich sind. Am Brenner wird ein Basistunnel durch den Berg getrieben, um die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt zu ermöglichen. Um die weltweite Nachfrage zu stillen, werden in den Marmorsteinbrüchen im italienischen Carrara heute hundert Mal mehr Blöcke abgetragen als noch vor dreißig Jahren. Im ehemaligen Salzbergwerk im deutschen Wolfenbüttel wiederum ist man darum bemüht, größtmögliche Stabilität zu bewahren, damit – bis ein neues Endlager gefunden wird – der dort gelagerte Atommüll keine weiteren Schäden verursachen kann. Der Film zeigt Baustellen und Tagebaugebiete, die durch unermüdliche Umwälzungen von immensem Ausmaß offene Wunden in der Erdkruste zurücklassen.

"Ich finde, dass es eine Aufgabe des Kinos ist, das Publikum an Orte zu führen, die man sonst schwer zu sehen bekommt. Die Erdoberfläche kennen wir ja. In dem Moment, wo ein Bagger seine Zähne in die Erde setzt, ergänzt sich das Bild von der unversehrten Erde im Kopf des Publikums automatisch. Die Orte allerdings, wo im großen Stil manipuliert wird, sind normalerweise nicht leicht zugänglich. Diese Bilder ins Kino zu bringen halte ich für spannend, die Reflexion dazu entsteht von selbst.(...) (Nikolaus Geyrhalter)

Auszeichnungen: Preis der Ökumenischen Jury, Berlinale 2019 / Bestes Sounddesign, Diagonale 2019.

ANMERKUNGEN: Empfohlen als Diskussionsfilm ab 12 Jahren

Fachgruppenempfehlung:

Deutsch, Wirtschaftskunde, Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung, Biologie, Chemie, Bildende Erziehung, Religion und Ethik, Kunsterziehung und Medienerziehung

Themen:

Fortschritt, Technologie, Bodenschätze, Umwelt, Klima, Naturschutz, Anthropozän, ökologische Nachhaltigkeit, Ressourcen, Industrie, Montanwissenschaft, Kampf des Menschen gegen die Erde, Veränderungen der Erdoberfläche durch Menschen, Dokumentarfilm, Sounddesign

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Fair Traders

BILD Fair Traders

CH 2018 - 90 Min. - OmU - Regie: Nino Jacusso - Drehbuch: Nino Jacusso - Schnitt: Loredana Christelli - Kamera: Daniel Leippert - Ton: Olivier JeanRichard - Musik: Roman Lerch, Dominik Blumer, Thomi Christ - DarstellerInnen: Patrick Hohmann, Remei AG und bioRe® Stiftung, Rotkreuz; Sina Trinkwalder, manomama GmbH, Augsburg; Claudia Zimmermann, Bioladen Küttigkofen u.a.

Es muss doch einen anderen Weg geben! Dieser Gedanke war Ausgangspunkt für eine radikale Neuorientierung von zwei Unternehmerinnen und einem Unternehmer: Sina Trinkwalder, früher Besitzerin einer Marketing-Agentur, fertigt heute Zero-Waste-Kleider mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance hätten. Der Textilingenieur und ehemalige Garnhändler Patrick Hohmann hat in Indien und Tansania zwei Großprojekte für die Herstellung von Biobaumwolle aufgebaut. Und die aus dem pädagogischen Bereich kommende Claudia Zimmermann betreibt jetzt mit ihrem Partner einen Biohof mit angeschlossenem Dorfladen und engagiert sich gegen Food Waste. Faire Arbeitsbedingungen und biologische Herstellung mit dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft zu vereinbaren ist für die drei ein ständiger Balanceakt – doch sie beweisen, dass es wirtschaftlich möglich ist, sozial, ökologisch und gleichzeitig erfolgreich zu produzieren.

FAIR TRADERS zeigt drei Persönlichkeiten aus drei Generationen, die in der Schweiz, in Deutschland, Tansania und Indien alternative Ideen umsetzen und Nachhaltigkeit als Versprechen für die Zukunft einlösen. Der renommierte Schweizer Regisseur Nino Jacusso macht ihre Philosophie und ihre Arbeit sinnlich und emotional miterlebbar. FAIR TRADERS ist engagiertes Kino mit starken Bildern, das Mut macht, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.

ANMERKUNGEN: Empfohlen als Diskussionsfilm ab 12 Jahren

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Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

BILD Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

DE/LU/BE/CZ 2019 - 86 Min. - OdtF - Regie: Ralf Kukula, Matthias Bruhn - Drehbuch: Beate Völcker - Musik: André Dziezuk - Schnittmeister: Stefan Urlaß

Leipzig, 1989. Liebevoll kümmert sich die zwölfjährige Fritzi um den kleinen Sputnik. Er ist der Hund ihrer besten Freundin Sophie, die über die Sommerferien mit ihrer Mutter nach Ungarn gefahren ist. Doch zum Schulanfang kehrt Sophie nicht in die Klasse zurück. Wie viele andere ist sie in den Westen geflohen. Mutig macht sich Fritzi auf die Suche nach ihrer Freundin und gerät in ein Abenteuer, das die Zukunft des ganzen Landes verändert.

Detailgetreu, authentisch und mit sicherem Gespür für Atmosphäre schildert der bewegende Animationsfilm die Revolution im Herbst 1989 aus dem Blickwinkel eines Kindes. Eine spannende und unterhaltsame Wendegeschichte über die Kraft und den Mut, die Geschichte zu verändern, die nicht nur junge Zuschauer berühren wird.

Nach der Buchvorlage „Fritzi war dabei“ von Hanna Schott und Gerda Raidt hat Beate Völcker zusammen mit Koautor Péter Palátsik das Drehbuch zum Animationsfilm „Fritzi – Eine Wendewundergeschichte“ verfasst. Kukula bezeichnet den Film als „den persönlichsten Film, den ich in meinen über 30 Berufsjahren mit auf den Weg gebracht habe“, während Bruhn gesteht, dass ihm die DDR seinerzeit fremd gewesen sei. Jetzt ist er davon überzeugt, dass man „dieses wichtige und große europäische Thema“ mit dem Film „in einer emotionalen Geschichte kindgerecht verpacken und an die nächsten Generationen weitergeben“ könne.

ANMERKUNGEN: Positivkennzeichnung: Empfehlenswert als animierte Kinderbuchverfilmung ab 8 Jahren

Genre: Animationsfilm, Kinderfilm, (Historien-)Drama

Unterrichtsfächer: fächerübergreifend: Demokratieerziehung, Deutsch, Geschichte, Kunst, Lebenskunde/Ethik, Religion

Themen: Mauerfall, friedliche Revolution, DDR, deutsche Geschichte, Familie, Freundschaft, Zusammenhalt, Mut , Stasi, Flucht

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Gehört gesehen

BILD Gehört gesehen

AT 2019 - 90 Min. - OdtF - Regie: Jakob Brossmann, David Paede - Drehbuch: Jakob Brossmann, David Paede - Kamera: Jakob Brossmann, David Paede, Barbara Sas - Schnitt: Alexandra Schneider - DarstellerInnen: ProtagonistInnen: Peter Klein, Gabi Waldner, Nadja Hahn, Stefan Kappacher Rosanna Atzara - #doublecheck, Mirjam Jessa u. a

Über zwei Jahre hinweg stellte sich der Kultursender Ö1, eine der größten und erfolgreichsten Radiostationen Europas, dem Blick der Filmemacher Jakob Brossmann und David Paede und gewährte Einblicke hinter die Kulissen der Rundfunkanstalt und Zugang zu sensiblen Diskussionen und Entscheidungen. In seinem Dokumentarfilm spürt das Regieduo der gegenwärtigen Herausforderung nach, Radio in einer Zeit zu machen, in der öffentlich-rechtliche Medien von verschiedenen Seiten unter Druck geraten.

Der Film rückt den Beitrag von Qualitätsjournalismus für eine aufgeklärte demokratische Gesellschaft ins Bild – und erzählt dabei vom Zauber und der Kunst des Radiomachens. Ein Film voller einzigartiger und sinnlicher Klangerlebnisse.

"Hinreißend und kurzweilig. Ein wichtiger Film zur richtigen Zeit" (Kleine Zeitung)

Auszeichnung: Diagonale Festival des Österreichischen Films 2019 - Publikumspreis

Montag, 27. Mai - nach der 19:30 Filmvorstellung IM GESPRÄCH mit den Regisseuren Jakob Brossmann, David Paede, sowie Ö1 Chef Peter Klein

ANMERKUNGEN: empfohlen ab 12 Jahren

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Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch Meester Kikker

BILD Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch

NL 2016 - 86 Min. - DF - Regie: Anna van der Heide - Drehbuch: Mieke de Jong - Buchvorlage: Paul van Loon - Kamera: Mark van Aller - Schnitt: Michiel Reichwein - Musik: Marius Kirsten, Renée Abe - DarstellerInnen: Yenthe Bos, Wine Dierickx, Paul Kooij, Bianca Krijgsman, Michiel Nooter, Charmène Sloof, Jeroen Spitzenberger, Harriet Stroet u.a.

Lehrer Franz übt seinen Beruf mit Freude und Leidenschaft aus und ist deshalb bei seinen Schülern überaus beliebt. Als die kleine Sita entdeckt, dass Franz sich manchmal in einen Frosch verwandelt, setzt sie gemeinsam mit den anderen Kindern der Klasse alles daran, ihrem Lehrer zu helfen, Fliegen für ihn zu fangen und ihn vor gefährlichen Tieren - wie Störchen - zu schützen. Aber dann übernimmt ein neuer Direktor die Schule und die Lage spitzt sich zu. Der Schulleiter schätzt Franz' liberale Methoden gar nicht. Außerdem hat er selbst ein dunkles Geheimnis…

Entstanden nach dem Kinderroman von Paul van Loon wartet dieses liebenswerte moderne Märchen mit vielen vergnüglichen Szenarien auf. In Holland war der Film ein Überraschungserfolg an den Kinokassen und konnte große sowie kleine Zuschauer für sich begeistern.

„Ich wollte eine Welt erschaffen, die zwar in der Realität verwurzelt ist, aber auch ein wenig magischer erscheint als die Welt, die wir jeden Tag um uns herum sehen. Eine Welt, in der man sich vorstellen kann, dass Dinge, wie ein Lehrer, der sich in einen Frosch verwandelt, tatsächlich passieren..." (Anna von der Heide, Regisseurin)

ANMERKUNGEN: empf. ab 6 Jahren

Geeignet für: VS

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Inland

BILD Inland

AT 2019 - 93 Min. - OdtF - Regie: Ulli Gladik - Drehbuch: Ulli Gladik - Kamera; Judith Benedikt, Elke Groen, Ulli Gladik - zusätzliche Kamera: Victor Jaschke - Schnitt: Gerhard Daurer - Originalmusik: Horst Chmela, Trachtenkapelle St. Kathrein/Offenegg

INLAND begleitet drei FPÖ-Fans vor und nach der Nationalratswahl in Österreich: Eine Kellnerin, einen Arbeitslosen und einen kleinen Beamten. In roten Arbeiterfamilien sozialisiert, setzen sie jetzt ihre Hoffnungen auf die FPÖ. Alle drei haben großes Unbehagen gegenüber “den Ausländern”. Gleichzeitig sehnen sie sich nach einem besseren Leben für die „kleinen Leute”.

„Ein Diskurs auf Augenhöhe – das ist die große Kunst von Ulli Gladiks INLAND, einem Highlight der diesjährigen Diagonale.“ (FM4)

„Eine aufschlussreiche Zustandsbeschreibung der österreichischen Gesellschaft und ein wertvoller Beitrag zum Verständnis populistischer Mechanismen." (Film Plus Kritik)

Ulli Gladik absolvierte die Schule für künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien Fotografie und Malerei. Sie arbeitet und lebt in Wien.

FR, 3. Mai - 18:00 IM GESPRÄCH mir Regisseurin Ulli Gladik

ANMERKUNGEN: „Sehr empfehlenswert als gesellschaftspolitische Dokumentation für Jugendliche ab 14 Jahren“ - Begründung der JugendMedienKommission, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

“Ulli Gladik mutet ihrem Publikum mit „Inland“ Ungewohntes zu: FPÖ-Anhängern zuhören, ohne Häme und Horroreffekte.” - Die Presse

„Eine aufschlussreiche Zustandsbeschreibung der österreichischen Gesellschaft und ein wertvoller Beitrag zum Verständnis populistischer Mechanismen.” - Film Plus Kritik

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Jugend ohne Gott

BILD Jugend ohne Gott

DE 2017 - 114 Min. - OdtF - Regie: Alain Gsponer - Drehbuch: Alex Buresch, Matthias Pacht basierend auf dem Roman von Ödön von Horvath - Komponist: Enis Rotthoff - Schnitt: Tobias Haas - Kostümbild: Katharina Ost - DarstellerInnen: Jannis Niewöhner, Fahri Yardim, Emilia Schüle, Alicia von Rittberg, Jannik Schümann, Anna Maria Mühe, Rainer, Bock, Iris Berben u. a.

Ödön von Horváth nahm in seinem Roman „Jugend ohne Gott“ von 1937 kaum verschlüsselt das Deutschland der Nationalsozialisten ins Visier und beschrieb am Beispiel eines Lehrers und seiner Schulklasse eine von Angst und Anpassung gezeichnete Gesellschaft auf dem Weg in die komplette Entmenschlichung.

Unser Land in einer Zeit, nicht allzu fern von heute: Nadesh ist entschlossen, über ihre Grenzen zu gehen, um im Rahmen eines Sportcamps einen der wenigen Stipendiatsplätze einer Elite-Uni zu ergattern. Doch nicht jeder in der Gruppe denkt so. Zach zeigt wenig Begeisterung für die Hochleistungsgesellschaft, die im Camp gefordert und gefördert wird. Nadesh findet Zach faszinierend. Doch sie spürt auch, dass er mit seinen eigenwilligen Ansichten das Gruppengefüge durcheinander bringen könnte. Und so etwas wie unkontrolliertes Verhalten kann die Gesellschaft, in der Nadesh und Zach funktionieren sollen, nicht tolerieren.

Alain Gsponer traut sich, von Horváths Roman radikal zu modernisieren, indem er einzelne Handlungsstränge und Motive daraus übernimmt und die gesellschaftskritischen Fragen, die der Autor 1938 angesichts der Entwicklung der Jugend im Dritten Reich stellte, im Kontext der modernen, digitalen Welt neu verhandelt. Dabei ist ihm ein intelligent konstruierter, packend erzählter und politisch provokanter Film gelungen.

ANMERKUNGEN: empf. ab 14 Jahren

Geeignet für: NMS ab 4. Klasse / AHS ab 4. Klasse /BHS / Berufsschulen

Pro Vorstellung: Mind. 75 SchülerInnen

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Kleine Germanen

BILD Kleine Germanen

AT/DE 2019 - 86 Min. - OdtF - empf. ab 12 Jahren - Regie: Frank Geiger, Mohammad Farokhmanesh - Drehbuch: Frank Geiger, Armin Hofmann, Mohammad Farokhmanesh - Kamera: Marcus Winterbauer - Schnittt: Andrew Bird, Habiba Laout - Musik: Siegfried Friedrich

KLEINE GERMANEN macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Der Dokumentarfilm blickt dabei auch über die traditionellen Strukturen einschlägiger Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist.

Eine nacherzählte Animationsgeschichte zieht sich als „roter Faden“ durch den Film und beschreibt das tragische Leben der persönlich betroffenen Elsa.

„Kinder zu beschämen, sie nicht anzuerkennen, sie „hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder“ zu wollen, wird zwar immer mit Nazismus, Rechtsextremismus verbunden, aber es ist doch eine viel längere Tradition, die viel tiefer geht und viel weitere gesellschaftliche Kreise und politische Milieus über lange Zeit geprägt hat.“ ( Andreas Peham, Rechtsextremimus-Forscher, Wien)

Ein kluger, reflektierter und immens wichtiger Film. (FBW)

ANMERKUNGEN: frei ab 12 Jahren

Pädagogische Altersempfehlung: ab 15 Jahre, ab 9. Klasse

Themen: Rechtsextremismus, Ideologie, Sozialisation, Erziehung, Werte, Weltbilder, Familie

Anknüpfungspunkte für Schulfächer: Deutsch, Religion/Ethik, Sozialkunde/Politik, Geschichte, Kunst

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Little Joe

BILD Little Joe

AT/GB/DE 2019 - 105 Min. - engl. OmU & DF - Regie: Jessica Hausner - Drehbuch: Jessica Hausner, Geraldine Bajard - Kamera: Martin Gschlacht - Schnitt: Karina Ressler - Ton: Malcolm Cromie, Matz Müller, Erik Mischijew, Tobias Fleig - Ausstattung: Katharina Wöppermann - Kostüm: Tanja Hausner - DarstellerInnen: Emily Beecham, Ben Whishaw, Kerry Fox, Kit Connor u.a.

Alice leitet mit großem Einsatz ein Team von Pflanzenzüchter*innen in einem Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von neuen Pflanzensorten spezialisiert hat. Ihre neueste Schöpfung ist eine purpurrote Blume, die nicht nur besonders schön ist, sondern auch noch eine therapeutische Wirkung hat: Wenn man sie bei der idealen Temperatur hält, regelmäßig gießt und mit ihr spricht, macht die Pflanze ihren Eigentümer glücklich.

Alice ist außerdem alleinerziehende Mutter. Obwohl es gegen die Regeln des Unternehmens verstößt, nimmt Alice eines Tages ein Exemplar mit nach Hause. Sie schenkt es ihrem Sohn Joe, und gemeinsam taufen sie die Topfpflanze „Little Joe“.

Doch in der Arbeit sorgt die neueste Züchtung nicht nur für Begeisterung: Alice‘s Arbeitskollegin Bella äußert sich besonders skeptisch. Ihr geliebter Hund Bello war für eine Nacht mit den Pflanzen im Gewächshaus eingesperrt, seitdem benimmt sich der Hund seltsam, behauptet Bella. Sie macht Little Joe dafür verantwortlich.

Könnte da etwas dran sein? Denn auch Alice‘s Assistent Chris hat die Pollen der Pflanze eingeatmet. Verhält er sich seitdem etwa anders? Noch vor kurzem hat er seine ganze Aufmerksamkeit Alice gewidmet, doch neuerdings scheint er plötzlich mehr damit beschäftigt zu sein, Little Joe zu beschützen.

Auszeichnung: Beste Darstellerin (Emily Beecham) bei den Internationale Filmfestspiele von Cannes 2019

ANMERKUNGEN: Empfehlenswert ab 14

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Lola auf der Erbse

BILD Lola auf der Erbse

DE 2014 - 93 Min. - OdtF - ab 8 Jahren - Regie: Thomas Heinemann - Drehbuch: Thomas Heinemann - Kamera: Tobias Jall – Schnitt: Laura Richter – Musik: Frankie Chinasky - DarstellerInnen: Tabea Hanstein, Christiane Paul, Tobias Oertel, Arturo Perea Bigwood, Antoine Monot jr. u. a.

Lola ist elf Jahre und lebt mit ihrer Mutter Loretta auf einem Hausboot namens „Erbse“. Märchenhaft bunt und gemütlich haben die beiden ihr Zuhause gestaltet, wie ein Rückzugsort angesichts der weniger harmonischen Außenwelt. Lola's Vater hat die Familie verlassen, was Lola nur schwer verkraftet, noch dazu wo nun ihre Mutter einen neuen Freund hat, den Lola naturgemäß nicht mag. Auch sonst hat Lola in dem konservativen deutschen Ort genug Probleme. Sie freundet sich mit einem neuen Mitschüler, dem jungen Kurden Rebin an. Aber Rebin hat ein Geheimnis: Die kurdische Familie ist illegal in Deutschland. Dieses Problem stellt die beginnende Freundschaft immer wieder auf die Probe. Aber dazu sind Freunde schließlich da – um gemeinsam Probleme zu lösen.

Glaubwürdig und kindgerecht erzählt der Film von der Hoffnung, dass Aufrichtigkeit und Respekt die Welt ein wenig besser machen können.

ANMERKUNGEN: Geeignet ab 8 Jahren

VS / NMS / AHS Unterstufe

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Maikäfer flieg

BILD Maikäfer flieg

AT 2016 - 110 Min. - OdtF - Regie: Mirjam Unger - Drehbuch: Sandra Bohle, Mirjam Unger, - Kamera: Eva Testor - Schnitt: Niki Mossböck - Musik: Eva Jantschitsch - Ausstattung: Katharina Wöppermann - DarstellerInnen: Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava, Paula Brunner, Krista Stadler, Heinz Marecek, Bettina Mittendorfer, Lino Gaier u. a.

„Es ist Krieg. Es ist schon lange Krieg. Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, dass einmal kein Krieg war.“ Die Welt der neunjährigen Christl besteht vor allem aus Trümmern, Staub und Nächten im Luftschutzbunker. Die Nachricht vom nahen Kriegsende bedeutet für sie und ihre Familie kaum Erleichterung, denn schon naht die nächste Bedrohung: Die Russen kommen. Frauen und Kinder sollen nach Möglichkeit raus aus Wien, heißt es. Die Großeltern bleiben in der halb zerbombten Wohnung in Hernals zurück, weil Oma nicht in einem Nazi-Haus Zuflucht suchen will. Und so findet sich in einer Villa im Vorort Neuwaldegg ein kleines Häufchen gebeutelter, völlig mittelloser Überlebenswilliger.

Der Film von Mirjam Unger basiert auf dem autobiografischen Roman „Maikäfer, flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“ (1973) von Christine Nöstlinger. Die Regisseurin bringt die ebenso berührende wie beinharte Vorlage authentisch und liebevoll auf die Leinwand: Als spannend-humorvolle Geschichte einer Kindheit, als Porträt einer Zeit des (buchstäblichen) Umbruchs – und nicht zuletzt als Hommage für eine der größten österreichischen Autorinnen.

Christine Nöstlinger, eine der wichtigsten und einflussreichsten österreichischen Autorinnen, feiert im Oktober 2016 ihren 80. Geburtstag.

ANMERKUNGEN: geeignet für NMS ab 4. Klasse / AHS ab 4. Klasse / BHS /BS

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Nur eine Frau

BILD Nur eine Frau

DE 2018 - 90 Min. - OdtF - Regie: Sherry Hormann - Drehbuch: Florian Oeller - Bildgestaltung: Judith Kaufmann - Schnitt: Bettina Böhler - DarstellerInnen: Almila Bagriacik, Rauand Taleb, Aram Arami, Armin Wahedi u. a.

In NUR EINE FRAU erzählt Aynur ihre Geschichte. Es ist die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die das Leben liebt und die genau weiß, wie sie es leben möchte. Die der Gewalt in ihrer Ehe entflieht und sich auch von ihren Brüdern und Eltern nicht vorschreiben lässt, was sie zu tun hat. Sie sucht sich und ihrem Sohn Can eine eigene Wohnung, macht eine Lehre, geht aus und lernt neue Freundinnen und Männer kennen. Sie weiß, dass sie sich damit gegen die Traditionen ihrer Familie stellt und sich selbst in Gefahr bringt, doch ihr Drang nach Freiheit ist größer. Bis die Beleidigungen und Drohungen ihrer Brüder immer ernster werden. Und es irgendwann zu spät ist.

Der Film basiert u.a. auf den Recherchen der Autoren Matthias Deiß und Jo Goll. In der Rolle der Aynur beeindruckt Shooting Star Almila Bagriacik, die zuletzt u.a. in 4 Blocks zu sehen war.

"Ich bin sehr vorsichtig mit dem Begriff „Parallelkultur” – das klammert aus und gibt allen Seiten die Möglichkeit, sich hinter die eigenen Mauern zurückzuziehen. „Parallelkultur” impliziert: Das sind die anderen, nicht wir. Wir können aber nicht so tun, als ob unsere Nachbarschaft aus lauter „Parallelwelten” bestünde, die uns nichts angingen. Wir alle tragen eine Verantwortung für unsere Gesellschaft. (Produzentin Sandra Maischberger)

ANMERKUNGEN: empfehlenswert ab 14

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Refugee Lullaby

BILD Refugee Lullaby

AT/IL 2019 - 73 Min. - OmU - Regie: Ronit Kertsner - Drehbuch, Schnitt: Ronit Kertsner - Kamera: Shalom Rufeisen, Jerzy Palacz - Ton: Johannes Bültermann, David Almeida-Ribeiro, Nora Czamler - Musik: Hans Breuer - DarstellerInnen: Hans Breuer, Verena Krausneker, Mingo Georgi, Louis Georgi, Rosa Breuer, Efe Turumtay u.a.

Hans Breuer ist eine außergewöhnliche Figur: Er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin Ronit Kertsner den letzten Wanderhirten Österreichs, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um Geflüchtete zu unterstützen. Refugee Lullaby ist ein Film über ein ungewöhnliches Lebenskonzept, berührende Begegnungen und hingebungsvolle Solidarität.

Liebevoll hilft Hans Breuer einem erst wenige Stunden alten Lamm auf die zittrigen Beine. Umgeben von einer blökenden Herde stimmt der Schäfer leise eine Melodie an. Dieser Mann führt ein außergewöhnliches Leben: Als letzter Wanderschäfer Österreichs zog er jahrelang quer durch die österreichischen Alpen – er hütet Schafe und singt dabei jiddische Lieder. Ronit Kertsner erzählt in Refugee Lullaby nicht nur von einem besonderen Lebenskonzept, sondern auch von Begegnungen voller Hilfsbereitschaft und Solidarität in jüngster Vergangenheit: Über mehrere Monate hinweg begleitete die israelische Filmemacherin den Wanderschäfer, als dieser sich im Herbst 2015 immer wieder an die ungarische Grenze aufmachte, um geflüchtete Menschen zu unterstützen. Der Film folgt den steten Bewegungen seines Protagonisten und zeichnet mit jedem Schritt deutlichere Konturen eines Wanderers zwischen den Kulturen, der als Aussteiger ein bescheidenes Leben auf dem Land führt und sich hingebungsvoll und selbstlos wieder in die Gesellschaft einklinkt, wenn andere Hilfe brauchen.

ANMERKUNGEN: Jugendfreigabe: Jugendfreigabe: ab 6 Jahren

Unterrichtsfächer: Deutsch, Musik, Geschichte, Kunst, Lebenskunde/Ethik, Religion

Themen: Solidarität, Freundschaft, Zusammenhalt, Mut , Flucht

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Reiß aus

BILD Reiß aus

DE 2019 - 120 Min. - Original deutsch und andere Sprachen mdtU - Regie: Lena Wendt, Ulrich Stirnat - Drehbuch: Lena Wendt - Schnitt: Sebastian Bluhm -Ton: Tobias Taskin - Filmmusik: Helge Dube - DarstellerInnen: Lena Wendt, Ulrich Stirnat

Ein halbes Jahr Auszeit wollen sich Ulli und Lena nehmen und von Hamburg nach Südafrika fahren. Dort kommen sie nie an. Stattdessen rollen sie in ihrem alten Land Rover Terés und dem knapp 40 Jahre alten Dachzelt, das sie von Ullis Patentante geschenkt bekommen haben, knapp zwei Jahre durch Westafrika.

Es geht um Einiges: Darum, sich selbst wieder zu finden, sich wieder zu spüren. Und nicht eher umzudrehen, bis sich an der eigenen Einstellung zum Leben etwas grundlegend verändert hat. Auf 46.000 Kilometern, mehr als einmal um die Welt, erleben die zwei tagtäglich Abenteuer. Von denen manche nur schwer zu verdauen sind.

Ein Film, der die wunderbaren, auch aber die Schattenseiten des Reisens offenbart. Der einen mitnimmt, aufwühlt, froh macht, schockiert und erstaunt. Der Mut macht, den eigenen Traum anzugehen. Ein Film, der ansteckt mit der Faszination und Liebe für Afrika.

Dieser Film ist für die, die gerne reisen, für die, die nicht reisen können, für die, die bereits in den Startlöchern stehen und, für die, die von ihren „Abers“ noch zurückgehalten werden. (Lena Wendt)

Mittwoch, 12. Juni 19:00 IM GESPRÄCH mit den beiden Protagonisten und Filmemacherinnen Lena Wendt und Ulli Stirnat

ANMERKUNGEN: empfohlen ab 12 Jahren, afrikanisches Reisetagebuch

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Renzo Piano - Architekt des Lichts Renzo Piano, an Architect for Santander

BILD Renzo Piano - Architekt des Lichts

ES 2018 - 65 Min. - ital. / span. OmU - Regie: Carlos Saura - Drehbuch: Carlos Saura, Renzo Piano - Kamera: Raúl Bartolomé - Ton: Jesús Espada, David Mantecón, Nicolás de Polpiquet, Juan Luis Cordero - DarstellerInnen: Renzo Piano, Carlos Saura

Der gefeierte spanische Regisseur Carlos Saura dokumentiert die Geburt des Centro Botín in Santander, entworfen vom italienischen Architekten Renzo Piano, dem Mann hinter weltbekannten Gebäuden wie dem Centre Pompidou in Paris, dem Auditorium Parco della Musica in Rom, dem New York Times Tower in Manhattan und The Shard in London. Saura begleitet Piano durch die verschiedenen Entstehungsphasen des Gebäudekomplexes, vom Entwurf bis hin zum Bau.

Ein intensiver filmischer Dialog über Kunst, den kreativen Schaffensprozess und die soziale Funktion von Schönheit.

Freitag, 24. Mai 18:30 & Samstag, 25. Mai 20:30 im Rahmen der Architekturtage OÖ

ANMERKUNGEN: Bildnerische Erziehung, Architektur

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Sea of Shadows

BILD Sea of Shadows

AT 2019 - 104 Min. - engl. und span. OmU & DF - Regie: Richard Ladkani - Kamera: Richard Ladkani - Schnitt: Georg Michael Fischer, Verena Schönauer - Ton: Roland Winkler - Musik: H. Scott Salinas - DarstellerInnen: Romel Eduardo Ledezma Abaroa, Rafael Pacchiano Alamán, Hector Capetillo, Andrea Crosta, Marc Davis, Carlos Loret de Mola, Jack Hutton, Jacqueline Le Duc, Lorenzo Rojas-Bracho, José Eduardo Calzada Rov

Es sind bildgewaltige Aufnahmen des Meereslebens, kombiniert mit Szenen wie aus einem Thriller. Bedingt durch ein Netz aus Korruption und organisierter Kriminalität droht der Sea of Cortez eine unumkehrbare Naturkatastrophe: Obwohl der Vaquita nicht gejagt wird, ist diese Walart vom Aussterben bedroht – kaum noch dreißig Exemplare existieren weltweit. Grund dafür sind jene illegalen Fangnetze, die dem Totoaba gelten, einem geschützten Fisch, dessen Schwimmblase magische, heilende Kraft besitzen soll und der auf dem Schwarzmarkt Höchstpreise erzielt. Das Multimillionen-Dollar-Geschäft mit dem „Kokain des Meeres“ floriert, mexikanische Kartelle und die chinesische Mafia machen gemeinsame Sache.

In seinem Dokumentarfilm begleitet Richard Ladkani mehrere Journalist/innen, Naturschützer/innen und Wissenschaftler/innen, die mit bewundernswertem Mut die Ausrottung der Tiere zu verhindern suchen: Jack Hutton etwa, der mit der Umweltorganisation Sea Shepherd nach versteckten Netzen und Wildererbooten im Meer fahndet. Trotz Militärschutz ist dieser Aktivismus lebensgefährlich, viele Fischer sind mittlerweile schwer bewaffnet. Auch der investigative Journalist Carlos Loret de Mola stochert bei seinen Recherchen im Küstenort San Felipe im sprichwörtlichen Wespennest: Zahlreiche von Armut betroffene Fischer arbeiten hier mittlerweile für die Kartelle, einige Marinesoldaten scheinen Schmiergelder zu kassieren.

Ein bildgewaltiger Thriller im „Aquarium der Welt“ (Jacques Cousteau)

Auszeichnungen: Publikumspreis beim Sundance Film Festival 2019, Publikumspreis und Social Awareness Preis beim Lighthouse International Film Festival 2019, Minnesota Cinematic Arts Award bei Minnesota Cinematic Arts Award

Mittwoch, 2.10.2019, 19:30: Im Gespräch mit Robert Mach, Obman von Sea Shephers, Wolfgang Knöpfler, Produzent und Walter Köhler, Produzent und CEO von Terra Mater Facutal Studios nach der Vorstellung

ANMERKUNGEN: Fächer

Geographie | Biologie | Geschichte | Sozialkunde | Politische Bildung | Psychologie | Philosophie | Englisch | Deutsch | Kunst | Musik

Themen

Umwelt | Arbeit | Globalisierung | Politik | Zukunft | Gesellschaft | Gerechtigkeit | Solidarität

sehr empfehlenswert als Dokumentarfilm ab 14 Jahren

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Systemsprenger

BILD Systemsprenger

DE 2019 - 120 Min. - OdtF - Regie: Nora Fingscheidt - Buch: Nora Fingscheidt - Kamera: Yunus Roy Imer - Schnitt: Stephan Bechinger, Julia Kovalenko - Ton: Corinna Zink, Jonathan Schorr - DarstellerInnen: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide, Lisa Hagmeister u.a.

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien. Nach anfänglichem Widerstand lässt Benni sich auf Micha ein, und anstatt einer erneuten Einweisung in die Kinderpsychiatrie ermöglicht er ihr einen gemeinsamen Aufenthalt in der Natur. Drei Wochen Erlebnispädagogik ohne Strom und fließendes Wasser.

Die Zeit im Wald stellt nicht nur Benni, sondern auch Micha auf eine harte Probe. Der sonst so selbstbewusste Mann kommt an seine Grenzen. Doch es gelingt ihm schließlich, ein Erlebnis für Benni zu schaffen, auf das sie stolz sein kann, und einen wirklichen Zugang zu ihr zu finden.

Zurück in der ‚Zivilisation’ klammert Benni sich an Micha und möchte bei ihm bleiben. Aber Micha hat eine eigene Familie und erkennt, dass er seine professionelle Distanz verliert. Als Bennis Mutter plötzlich wieder auftaucht, nehmen die Dinge ihren eigenen Lauf.

Auszeichnungen: Silberner Bär Alfred Bauer Preis 69. Berlinale, Preis für die Beste Regie auf dem 23. Sofia International Film Festival, Preis der Ökumenischen Jury beim Molodist – 47. Internationales Filmfestival Kiew, 4 Preise beim 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern, 2 Preise beim 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney

ANMERKUNGEN: Empfohlen ab 14

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The Green Lie

BILD The Green Lie

AT 2017 - 97 Min. - OmU - Regie: Werner Boote - Drehkonzept: Werner Boote, Kathrin Hartmann - Kamera: Dominik Spritzendorfer (DOP), Mario Hötschl - Ton: Andreas Hamza, Atanas Tcholakov, Eick Hoemann - Schnitt: Gernot Grassl, Roland Buzzi

Im Jahr 2015 brannten große Teile des indonesischen Regenwalds nieder. Es war das schlimmste Umweltdesaster in der Geschichte des Landes. An den direkten Folgen starben über 100.000 Menschen, mehr als 500.000 leiden an Langzeitfolgen. Dass die Brände bewusst gelegt bzw. beschleunigt wurden, ist ein offenes Geheimnis. Ziel war es, massenweise neue Anbauflächen für die Gewinnung von Palmöl zu schaffen. Das billigste und meistverwendete Fett der Welt, zu finden in fast jedem Fertiggericht, in Süßigkeiten und Snacks, und ein enorm profitträchtiger Rohstoff.

Auf den Spuren dieses Skandals beginnt der Dokumentarfilmer Werner Boote („Plastic Planet“, „Alles unter Kontrolle“) seine Reise um die Welt, auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem allgegenwärtigen Schlagwort „Nachhaltigkeit“. Die konzernkritische Journalistin und Buchautorin Kathrin Hartmann („Ende der Märchenstunde“, „Aus kontrolliertem Raubbau“) ist dabei seine ebenso kompetente wie überzeugende Begleitung. Sie kennt sich aus mit dem so genannten „Greenwashing“

DO, 12. 4. ab 10:45 SCHULVORSTELLUNG mit dem Regisseur WERNER BOOTE - Buchung unter: office@programmkinowels.at

ANMERKUNGEN: Geeignet für NMS 4.KL / AHS ab 4 KL / BHS /BS

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Thilda & die beste Band der Welt Los Bando

BILD Thilda & die beste Band der Welt

NO/SE 2018 - 94 Min. - DF - empf. ab 9 Jahren - Regie: Christian Lo - Drehbuch: Arild Tryggestad - Kamera: Bjørn Ståle Bratberg - Schnitt: Arild Tryggestad - Musik: Eirik Myhr - DarstellerInnen: Tage Hogness, Jakob Dyrud, Tiril Marie Høistad Berger, Jonas Hoff Oftebro, Nils Ole Oftebro u. a.

Die Klassenkameradinnen mögen sie nicht und die Eltern lernen wir gar nicht kennen, weil sie wegen ihrer Jobs einfach abwesend sind. So nutzt Thilda die Gunst der Stunde und bewirbt sich bei der coolen Band »Los Bando Immortale« um die freie Bassistenstelle. Denn die beiden Jungs, ein paar Jahre älter als Thilda, haben im fernen Tromsø einen Auftritt beim Rockcontest gewonnen und müssen nun auf Tour gehen. Da Thilda die einzige Bewerberin beim Casting ist und neben anspruchsvoller Klassik auch richtig rocken kann, wird sie engagiert.

Mit Rockmusik in den Ohren und einer Geschichte über Freundschaft, Abenteuer und Träume, an die man gauben sollte, ist THILDA & DIE BESTE BAND DER WELT ein sehr unterhaltsamer und mitreißender Film vor der wunderschönen Naturkulisse Norwegens und Schwedens.

ANMERKUNGEN: geeignet ab 9 Jahren

Link Unterrichtsmaterial

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Tito, der Professor und die Aliens Tito e gli alieni

BILD Tito, der Professor und die Aliens

IT 2019 - 92 Min. - DF - Regie: Paola Randi - Drehbuch: Paola Randi, Massimo Gaudioso, Laura Lamada - Kamera: Roberto Forza, Guido Michelotti, Francesco Scazzosi - Schnitt: Desideria Rayner - Musik: Giordano Corapi, Fausto Mesolelle - DarstellerInnen: Valerio Mastandrea, Clémence Poésy, Luca Esposito, Chiara Stella Riccio, Miguel Herrera u. a.

Die Fahrt nach Amerika zu ihrem Onkel haben sich Tito und seine Schwester Anita anders vorgestellt! Statt eines berühmten Wissenschaftlers finden sie einen grummeligen alten Mann, der sich viel lieber mit der Suche nach Außerirdischen beschäftigt als mit ihnen. Tito wollte doch Abenteuer erleben und Anita hat auch keine Lust, sich in der Forschungsstation mitten in der Wüste zu langweilen! Aber Tito und Anita sind nicht auf den Kopf gefallen und zum Glück gibt es da ja auch noch Stella, die coole Kollegin des Professors. Zusammen erkunden sie die Geheimnisse der berühmten Area 51 und erleben bald mehr Abenteuer, als sie sich je hätten träumen können!

Dieser Film ist ein Juwel nicht nur für Kinder!

ANMERKUNGEN: Geeignet für:

VS - 4. Klasse

AHS Unterstufe & NMS

ab 3.5.2019

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Wildhexe Vildheks

BILD Wildhexe

DK 2018 - 100 Min. - DF - Regie: Kaspar Munk - Drehbuch: Poul Berg Bohr. Hansen, Kaspar Munk - Kamera: Adam Wallensten - Musik: Flemming Nordkrog - Schnitt: Anders Albjerg, Kristiansen, Lars Therkelsen - DarstellerInnen: Gerda Lie Kaas, Sonja Richter, Signe Egholm Olsen, Henrik Mestad

Die 12-jährige Clara ist wie jedes andere Mädchen. Aber alles ändert sich, als sie eines Tages von einem schwarzen Kater angefallen und gekratzt wird. Clara entdeckt, dass sie plötzlich eine einzigartige Begabung hat: Sie kann mit Tieren sprechen. Schnell findet sie heraus, dass sie eine Wildhexe ist. Noch dazu eine ganz besondere, denn sie ist die neue Wächterin der Wilden Welt. Zusammen mit ihrer Tante Isa, ihren Freunden Oscar und Kahla stellt sie sich ihrem Schicksal: Die Natur und sich selbst retten – doch dafür muss sie gegen die mysteriöse Chimära kämpfen …

Lene Kaaberbøl, 1960 in Kopenhagen geboren, ist eine der bekanntesten dänischen Kinderbuchautorinnen. Sie hat Englisch und Theaterwissenschaften studiert. Sie wird von der Presse und vom Publikum gleichermaßen geschätzt. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie mit 15, seitdem hat sie über 30 Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Ihre Fantasy-Serien werden in 25 Sprachen übersetzt. Mit vielen Preisen ausgezeichnet, war sie zuletzt für den Hans-Christian-Andersen Preis 2012 nominiert. Für die „Wildhexe“-Serie wurde sie mit dem wichtigsten und größten Kinderbuchpreis Dänemarks ausgezeichnet, dem Orla-Preis.

ANMERKUNGEN: geeignet für: VS ab 4. Klasse / AHS / NMS

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Yuli

BILD Yuli

ES/GB/DE 2018 - 112 Min. - span. OmU & DF - Regie: Iclaír Bollaín - Drehbuch: Paul Laverty inspiriert vom Leben Carlos Acostas und seiner Autobiographie No Way Home - Kamera: Alex Catalán (AEC) - Schnitt: Nacho Ruiz Capillas - Musik: Alberto Iglesias. - DarstellerInnen: Carlos Enrique Almirante, Laura De la Uz, Cesar Domínguez, Andrea Doimeadiós, Yerlín Pérez u.a.

Kuba Anfang der 80er Jahre, Carlos ist ein ungestümes rebellisches Kind. Das was er vom Leben weiß, hat er auf den Straßen Havannas gelernt, wo er zum ungekrönten König des spontanen Breakdance-Wettbewerbs geworden ist. Sein Vater erkennt sein außergewöhnliches Talent. Yule nennt er seinen Sohn, doch dieser will keine Strumpfhosen und Ballettschuhe tragen, er will Fußballer werden, wie Pelé.

Mit großartiger Musik, wunderbaren Bildern, Momente großer Schönheit und herausragenden SchauspielerInnen ... Die Fusion von Kino und Ballett ist eines der Glanzstücke des Films. Spektakulär gefilmt vom vielfach ausgezeichneten Kameramann Álex Catalán, mit den Choreografien von María Roviras, den fantastischen Tänzerinnen und Tänzern von Acosta Danza und der wunderbaren Musik des mehrfach Oscar-nominierten Komponisten Alberto Iglesias.

Eine Hommage an die grenzensprengende Kraft der Kunst.

Auszeichnung: Filmfestival San Sebastian 2018 - Bestes Drehbuch

ANMERKUNGEN: empf. ab 8 Jahren

Fachbereich: Spanisch, Tanz & Musik

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