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LUNDI MATIN - MONTAG MORGEN

Bild: LUNDI MATIN - MONTAG MORGEN

F/I 2001 - Farbe - 120 Min. - franz. OmU
Regie & Drehbuch: Otar Iosseliani - Kamera: William Lubtchansky - Schnitt: Otar Iosseliani - Musik: Nicolas Zourabichvili - DarstellerInnen: Jacques Bidou, Arrigo Mozzo, Anne Kravz-Tarnavsky, Narda Blanchet, Dato Tarielashvili-Iosseliani u. a.

Vincent, der Held dieses stillen, kleinen, wunderbaren Films schlüpft jeden Morgen mit Glimmstengel im Mundwinkel aus seinen schäbigen Hausschuhen direkt hinein in seinen verdreckten R4 - und abends nach getaner Fabriksarbeit geht es in der umgekehrten Richtung: Die Familie wartet mit einer kaputten Regenrinne, obwohl Vincent eigentlich lieber malen möchte.

Es gibt nicht viel zu sagen an diesen Tagen, die alle wie triste Montagmorgen aussehen. Deshalb flieht Vincent aus dem Trott nach Venedig. Auch hier wirft die Sonne lange Schatten. Die Freundschaft mit einem Einheimischen, mit dem sich zunächst herrlich Rotwein trinken ließ, endet an dessen Fabriktor, wo ebenfalls Arbeiter ihre Kippen ausdrücken.

So geschmeidig wie William Lubtchanskys Kamera ist sonst keine. Wer diesen Film nicht fröhlichen Herzens verlässt, der hat keins. (Christian Peitz)

Otar Iosseliani: "Es ist unmöglich wegzulaufen. Wenn wir hoffen, das wirkliche Glück nur woanders zu finden, werden wir scheitern. (...) Die Welt und die Menschen ähneln sich überall."

Otar Iosseliani stammt aus Georgien, lebt aber schon seit 30 Jahren in Frankreich. Er macht ganz unverwechselbare Filme, im Geiste von Jacques Tati, mit skurrilem, hintersinnigen Humor, exzentrischen Charakteren und ironischer Alltagsbeobachtung.

Auszeichnung: "Silberner Bär" - Berlinale 2002; FIPRECSI-Kritikerpreis 2002