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EL MEDINA - DIE STADT

Aegypten/F 1999 - Farbe - 108 Min, - franz. OmU
Regie: Yousry Nasrallah - Drehbuch: Claire Denis, Yousry Nasrallah, Nasser Abdel-Rahman - Kamera: Samir Bahsn - Schnitt: Tamer Ezzat - Musik: Tamer Karaouan DarstellerInnen: Roshdy Zem, Bassem Samra, Mohamed Nagaty, Abla Kamel, Ines de Medeiros u. a.

Yousry Nasrallah stellt seinem sehr sinnlichen, vitalen und wunderschoen fotografierten Film ein Zitat von Konstantin Kavafis voran: 'Du wirst kein neues Land finden, du wirst keine neuen Ufer entdecken. Die Stadt wird dir folgen. Wo immer du hingehst, kommst du an in dieser Stadt.'

Ali verdient sein Geld im Gemuesegeschaeft seines Vaters auf dem Markt von Rod-El-Farag in Kairo. Seine grosse Leidenschaft aber gehoert dem Theater und er versucht sich nebenbei als Schauspieler einen Namen zu machen. Als die Stadtverwaltung von Kairo Rod-El-Farag schliesst und alle Laeden niederreissen laesst, ist der Familie die Existenzgrundlage genommen. Ali verlaesst seine Familie, seine Freunde, seine Arbeit und seine Liebe und geht nach Paris, um dort als Illegaler sein Glueck zu versuchen.

Ein Witz, den Ali erzaehlt, umreisst das Dilemma der 'Ausweislosen', die aus unterschiedlichen Gruenden ihre Heimat verloren haben: Ein Marktforschungsinstitut macht eine Umfrage; 'Wie ist Ihr Meinung ueber die Fleischmahlzeiten in Ihrem Land?' 'Was heisst das, Fleisch?', fragt ein Aegypter. 'Was heisst das, Mahlzeit?', will der Sudanese wissen. 'Was heisst das, Meinung?', fragt ein Iraker, 'Was heisst das, Land?', erkundigt sich der Palaestinenser.

'Der Film macht keinerlei Konzessionen an den Exotismus. Seine Staerke ist nicht zuletzt, dass seine Reflexionen ueber Identitaet - Schauspielerei, Authentizitaet, Geschlechterrollen und Sexualitaet - vielschichtig sind, aber niemals irrefuehrend, unehrlich, pruede oder ausweichend.' (Le Figaro)

In Zusammenarbeit mit Amnesty International, Gruppe Wels.