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DAS ZWEITE MAL (LA SECONDA VOLTA)

Bild: DAS ZWEITE MAL (LA SECONDA VOLTA)

I/F 1996 - Farbe - 80 Min. - ital. OmU Regie: Mimmo Calopresti - Drehbuch: Heidrun Schleef, Francesco Bruni, Mimmo Calopresti - Kamera: Alessandro Pesci - Schnitt: Claudio Cormio - Musik: Franco Piersanti - DarstellerInnen: Nanni Moretti, Valeria Bruni-Tedeschi, Valeria Milillo, Roberto de Francesco, Martina Confalcone u. a.

Italien heute: Die Zeit der grossen Terrorattentate der ãRoten BrigadenÒ und anderer linker, militanter Gruppen ist lange vorbei. Doch die Protagonisten der damaligen Zeit, Opfer wie Taeter, leben weiter - erstere mit der traumatischen Erinnerung, letzte zumeist hinter Gittern.

Zehn Jahre zuvor wurde Alberto das Opfer eines Attentates, er ueberlebte den Anschlag, behielt jedoch die Kugel im Kopf. Alberto ist kein Aufreissertyp, aber eines Tages folgt er auf der Strasse einer Unbekannten, von einer ploetzlichen hartnaeckigen Leidenschaft erfasst. Mit grossem Eifer verfolgt Alberto die Bueroangestellte, die sich durch kein besonderes Merkmal von der Masse unterscheidet. In einiger Entfernung folgt er ihr sogar bis zu ihrem Wohnort am Stadtrand. Erst an der Endstation des Autobusses laesst er von ihr ab, die junge Frau entfernt sich in Richtung einiger Gebaeude. Diese Frau, Lisa, wird von einer Frau in Uniform durchsucht und geht anschliessend in ihre Gefaengniszelle.

Alberto inszeniert zufaellige Treffen und gewinnt langsam das Vertrauen der Frau, die ihn zuerst nicht erkennt. Die Begegnungen zwischen Lisa und Alberto, der Wille, einander zu verstehen, fuehrt zu nichts. Aber schon der Versuch an sich ist ein Ergebnis. Das bringt keine Loesung fuer das Verhaeltnis der beiden zueinander, aber es loest irgend etwas in jedem einzelnen aus.

Zweifellos ein grosser kleiner Film, der nicht nur in Italien bereits fuer heftige Diskussionen um die nie aufgearbeiteten Themen Terrorismus und staatliche Gegengewalt gesorgt hat.