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LA STANZA DEL FIGLIO - DAS ZIMMER MEINES SOHNES

Bild: LA STANZA DEL FIGLIO - DAS ZIMMER MEINES SOHNES

I/F 2001 - Farbe - 99 Min. - ital. OmU
Regie: Nanni Moretti - Drehbuch: Linda Ferri, Nanni Moretti, Heidrun Schleef - Kamera: Giuseppe Lanci - Schnitt:Esmeralda Calabria - Musik: Nicola Piovani; Song ãBy This RiverÒ vonHans-Joachim Roedelius, Dieter Moebius, Brian Eno - DarstellerInnen: Nanni Moretti, Laura Morante, Jasmine Trinca, Giuseppe Sanfelice, Silvio Orlando, Stefano Accorsi u. a.

Kreischend fressen sich die Schrauben ins Holz. Der letzte Blick auf den toedlich verunglueckten Andrea verkuerzt die Geschaeftigkeit der Bestatter. Der Sargdeckel wird vor den Augen von Andreas Schwester Irene zweifach gesichert. Weinend hat sich die Mutter Paola bereits zurueckgezogen, waehrend Giovanni, der Vater, wie abwesend daneben steht. Eine Messe, die Irene mit Unterstuetzung von Freunden bestellt hat, spendet keinen Trost.

Nanni Moretti, der italienische Regisseur, der in seinem Film Das Zimmer meines Sohnes die Rolle des Vaters spielt, beschreibt tagebuchartig den unerwarteten Einbruch des Todes in die geordnete Kleinfamilie und den beruflichen Alltag eines scheinbar unerschuetterlichen Psychoanalytikers. Der Schmerz isoliert die Familienmitglieder, keiner kann dem anderen helfen.Giovanni quaelt sich mit dem Vorwurf, eine Verabredung mit Andrea nicht eingehalten zu haben und stattdessen dem Hilferuf eines Klienten gefolgt zu sein, als haette er den Lauf der Dinge aendern koennen.

'Wie reagiert man auf den Tod einer Person, die man liebt? Wie lebt es sich, wenn jemand aus der naeheren Umgebung stirbt? Je aelter man wird, umso mehr denkt man an den Tod, und das ist natuerlich mit Aengsten verbunden. Ich habe versucht, mich mit diesen Aengsten auseinanderzuset-zen, indem ich ihnen filmischen Ausdruck verlieh und davon erzaehle.' (Nanni Moretti)

Mehr als sechs Minuten Applaus nach der Abendvorstellung in Cannes. Applaus fuer die Diskretion und die Subtilitaet, mit denen eine Geschichte um Liebe, Schmerz und Tod hinter den Mauern einer buergerlichen Familie, wie es viele gibt, dargestellt wird. Applaus fuer die Darsteller und besonders fuer ihn, den Regisseur und Hauptdarsteller. (Corriere della Sera)

Auszeichnung: Goldene Palme - Cannes 2001