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CLEAN

Bild: CLEAN

F/Can 2004 - 110 Min. - Farbe - franz./engl/kant. OmU
Regie & Drehbuch: Olivere Assayas - Kamera: Eric Gautier - Schnitt: Luc Barnier - Musik: Brian Eno, David Roback, Tricky - DarstellerInnen: Maggie Cheung, Nick Nolte, Béatrice Dalle, Jeanne Balibar u. a.

Der vielleicht beste Soundtrack, die wahrscheinlich schönste Performance des Jahres - in schwarzer Lederjacke, mit langem roten Wollschal, einem silbernen Ring am Daumen und rotlackierten Fingernägeln wird Maggie Cheung in Olivier Assayas CLEAN als Emily in Szene gesetzt, als sei sie selbst eine Überlebende: von innerer Unruhe getrieben, einsam und stur.

CLEAN erzählt von einer Rockmusikerin, die ihren Mann - Gitarrist in der gemeinsamen Band - durch Drogentod verliert, selbst für einige Zeit ins Gefängnis kommt, zur Hölle des Entzugs gezwungen wird und sich schließlich langsam zurückkämpft in ein kleines alltägliches Leben. Das einzige, das ihr verblieben ist, ist ihr Kind, zu dem ihr jedoch der Kontakt verweigert wird. Schließlich muss sie zu einer neuen Selbstachtung finden, die die Augen nicht verschließt vor vergangenen Fehlern.

Es geht um Würde in diesem Film, doch diese Würde kann nicht von außen bewirkt werden wie ein neues Supermodel-Make-Up, sondern sie muss von innen heraus entstehen - auch wenn das Gefäß, das Image, das gefüllt werden soll, erste Sprünge erhalten hat.

OLIVIER ASSAYAS, geb. 1955 in Paris, Literaturstudium und von 1980 bis 1985 Redakteur der "Cahiers du Cinéma". Dreht ab 1979 Kurzfilme und schreibt ab 1985 Drehbücher u. a. mit André Téchine. 1986 entsteht sein erster Spielfilm.