Programmkino Wels Logo

Das Kino im Zentrum

Pollheimerstraße 17, 4600 Wels

VOD Logo

Navigation

BOWLING FOR COLUMBINE

Bild: BOWLING FOR COLUMBINE

USA/Can 2002 - 123 Min. - engl. OmU - Dokumentarfilm
Regie & Drehbuch: Michael Moore - Kamera: Brian Danitz - Schnitt: Kurt Engfehr - Musik: Jeff Gibbs - Mitwirkende: Michael Moore, George W. Bush, Charlton Heston, Marilyn Manson u.a.
www.bowlingforcolumbine.com

Ein Mann geht in eine Bank und eröffnet ein Konto. Als Einstandsgeschenk erhält er eine Schusswaffe. Das ist kein Scherz. Willkommen in "Bowling for Columbine". Willkommen im Amerika von George W. Bush.

Im Zentrum des Filmes steht das Schulmassaker an der Columbine High School in Littleton von 1999. (Titelgebend: Die minderjährigen Täter spielten gerne Bowling.)

Michael Moore nähert sich nun aus einer Vielzahl von Blickwinkeln einer drängenden Frage: Warum werden in den USA jährlich im Schnitt 11.000 Menschen erschossen, obwohl in anderen Nationen ebenso viele Waffen im Umlauf sind und andere Länder auf eine weitaus gewalttätigere Geschichte zurückblicken? Seine Antwort ist so einfach wie zwingend: Es ist die Angst, die die Amerikaner seit dem Beginn ihrer Geschichte begleitet Ð von der Verfolgung der Pilgerväter in der Alten Welt bis zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Moores engagierte Doku-Satire besticht durch eine kluge Montage von Interviews, TV-Schnipseln, Polizeivideos und Trickfilmen. Auf kurzer Distanz untersucht er die Mentalität von Vorstadtkriegern und Hausfrauen. Er interviewt Menschen, die mit einer 44er unter dem Kopfpolster schlafen und Napalm mixende Jugendliche.

"Der Film überzeugt nicht durch das, was Moore behauptet, sondern durch das, was er zeigt: ein Land im permanenten Verteidigungszustand, eine Gesellschaft mit gezücktem Colt. Wieder einmal wird deutlich, dass es nicht der unerträgliche Leistungsdruck ist, der Jugendliche zu Amokläufern macht, sondern die Verfügbarkeit von Waffen und Schießtrainingsprogrammen. Aber wie bei uns wurde auch in Amerika der Finger, der auf Waffenhersteller und Ðverkäufer hätte zeigen sollen, lieber auf Popgruppen und Spielfilme gerichtet." (FAZ)

"Was Moores Film so einzigartig macht, ist die rare Kombination von politischem Bewusstsein mit satirischem Talent und ätzendem Humor." (Hollywood Reporter)

Auszeichnungen: Sonderpreis der Jury, Filmfestival Cannes 2002