Programmkino Wels Logo

Das Kino im Zentrum

Pollheimerstraße 17, 4600 Wels

VOD Logo

Navigation

BLUE MOON

Bild: BLUE MOON

A 2002 - 90 Min. - Farbe - dt./engl./slowak./ukrain. OmU
Regie & Drehbuch: Andrea Maria Dusl - Kamera: Wolfgang Thaler - Schnitt: Karina Ressler, Andrea Wagner - Musik: Christian Fennesz, Peter Dusl, Jurij Naumov - DarstellerInnen: Josef Hader, Viktoria Malektorowitsch, Detlev W. Buck, Ivan Laca, Walter Grund u. a.

In einem blauen Monat, hat die Pichler-Oma erzählt, gibt es zwei Vollmonde. Einen am Anfang und einen am Ende. Der zweite Vollmond hat einen besonderen Namen: "Blue Moon", so Johnny Pichler, die Hauptfigur des österreichischen Roadmovies. "Once in a blue moon", ist auch ein Ausspruch für aussergewöhnliche, meist zufällige und bedeutsame Begebenheiten, wie die Begegnung zwischen Johnny und dem Callgirl Shirley, das fast genauso plötzlich wieder verschwindet, wie es auftauchte. Nur leider stellte sie sich in dieser kurzen Zeit als Johnnys Traumfrau heraus und so treibt ihn die Suche nach ihr immer weiter in den Osten Europas hinein. Aber statt Shirley trifft er auf deren Zwillingsschwester Jana, eine geheimnisvolle Taxifahrerin, die von ihrer Vergangenheit hinter dem Eisernen Vorhang nicht losgelassen wird. Für Josef Hader, der in dieser Odyssee der Gefühle den Geldboten Johnny mit einer wunderbaren Mischung aus Draufgängertum und kindlicher Naivität darstellt, beginnt damit eine atmosphärische und seelische Entdeckungsreise auf einem völlig neuen Kontinent, entlang eines Weges, der mit vielen kleinen Begegnungen und Geschichten gepflastert ist.

Das Erstlingswerk von Andrea Dusl wurde ausschliesslich an Originalschauplätzen und mit Handkamera gedreht, was dem Film seinen dokumentarischen Stil verleiht und zeigt, dass "die da drüben" auch nicht so anders sind als wir.

"Unsere Generation ist aufgewachsen in dem Bewusstsein, dass da drüben im Osten das Reich des Bösen ist. Da war der Eiserne Vorhang und dahinter der Kommunismus und die Raketen und alles war gefährlich....". Dies wurde mit Dusls erster Reise in den Osten widerlegt. "In ihrer ganzen Hässlichkeit war das eine sehr romantische Welt voller Menschen, die Sehnsüchte und Paradiese in ihrem Herzen hatten, von denen ich nie auch nur etwas geahnt hatte... Darüber musste ich einen Film machen!"