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THE END OF THE NEUBACHER PROJECT

Bild: THE END OF THE NEUBACHER PROJECT

A/NL 2006 - 74 Min. - Farbe & s/w - OdtF Regie & Drehbuch: Marcus J. Carney - Kamera: Marcus J. Carney, Ludwig Löckinger, Rolf Orthel - Schnitt: Marcus J. Carney, Georg Tschurtschenthaler - Musik: Franz Hautzinger

Regisseur Marcus J. Carney begann bereits 1997 im Rahmen eines Filmworkshops in Amsterdam an einem Film über seine Familie zu arbeiten. Carneys Verwandtschaft mütterlicherseits wird zum filmischen Untersuchungsobjekt, wobei die Familie Neubacher beispielhaft für die mangelhafte Bereitschaft der Österreicher zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit steht.

Die Neubachers spielen während der NS-Zeit eine sehr aktive Rolle in der Partei, unter ihnen etwa “Onkel Hermann” (Neubacher), der 1938 Bürgermeister von Wien wurde. Je länger der Film dauert, desto weiter entfernt sich Carney von der bloßen Aufarbeitung der NS-Zeit und offenbart die Konsequenzen, die ein langjähriger Verdrängungsprozess für eine ganze Familie haben kann.

Eine radikale Analyse von Kreisläufen familiärer Beziehungen, vor allem zwischen Mutter und Sohn. “Das Projektartige hat den Film nie verlassen. Es stellte sich auch die Frage, ob es jemals aus dem Projektstatus herauskommt. Der Schauplatz, meine Familie, ist ja ein lebenslanges Projekt.” (Marcus J. Carney)