Programmkino Wels Logo

Das Kino im Zentrum

Pollheimerstraße 17, 4600 Wels

VOD Logo

Navigation

TAGEBUCH EINER VERLORENEN

Bild: TAGEBUCH EINER VERLORENEN

D 1929 - 106 Min.
s/w - Stummfilm mit Klavierbegleitung
Regie: G. W. Pabst
Drehbuch: Rudolf Leonhard nach dem gleichnamigen Roman von Margarethe Böhme Kamera: Sepp Allgeier
Musik: Otto Stenzel
DarstellerInnen: Louise Brooks, Sybille Schmitz, Kurt Gerron, Josef Rovensky,
Vera Pawlowa, Franziska Kinz,
Fritz Rasp u. a.

Die junge Thymian verwirrt mit ihrer Frische und Natürlichkeit die Männerwelt. Und schnell” passiert” ihr ein Kind mit Folgen: Vom Vater verstoßen und im Heim gequält, gelingt ihr als anmutiges Geschöpf eines Bordells der Sprung aus der Armut. Als Gräfin sucht sie Sühne in den Schauplätzen ihrer Vergangenheit.

“Und Louise Brooks geht in stummer Schönheit, erschrocken, trotzig, wartend, verwundert durch den Film, als das Mädchen, dem dies passiert. Fast wie ein schöner, tragischer Buster Keaton.” (Berliner Tagblatt 1929)
Dieser letzte Stummfilm von G. W. Pabst kam 1929 in die deutschen Kinos. Bereits vor der Premiere von der Zensur um zehn Minuten gekürzt, erzwangen öffentliche Proteste danach eine erneute staatliche Prüfung des Films. Im Januar 1930 wurde eine stark gekürzte Version gezeigt und mit Jugendverbot belegt.

Mit seinem kolportagehaften Sujet und der einzigartigen Louise Brooks zählt TAGEBUCH EINER VERLORENEN zu den herausragendsten Stummfilmen der zwanziger Jahre. (Barbara Eichinger)

LOUISE BROOKS wurde 1906 in Cherryvale, Kansas, geboren. Sie war ein Freigeist, vor und abseits der Kamera. Als Tänzerin bei den Ziegfeld Follies wurde sie bekannt. Die Filmkarriere, die sie 1925 bei Paramount begann, währte gerade mal ein Jahrzehnt und umfasste nicht mehr als zwei Dutzend Filme. Mitte der Fünfzigerjahre, als ihr Leben an einem Tiefpunkt angelangt war, wurde sie von Henri Langlois wiederentdeckt. (Gerhard Midding, FALTER)