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SHUT UP & SING - THE DIXIE CHICKS

  USA 2006 - 92 Min. - engl. OmU
Regie: Barbara Kopple, Cecilia Peck - Drehbuch: David Cassidy, Claude Davies, Barbara Kopple, Cecilia Peck
Kamera: Chris Burrill, Joan Chruchill, Setz Grodon, Gary Griffin, Eric Haase,
Luis Lopez, Darrin Robert
Schnitt: Bob Eisenhand, Aaron Kuhn,
Emma Morris, Jean Tsien
Musik & DarstellerInnen: The Dixie Chicks

Die Countryszene im Mittleren Westen versteht keinen Spaß, wenn es
um den Herrgott oder die eigene Scholle geht oder um die patriotische
Pflicht, seinem Präsidenten beizustehen, wenn der in den Krieg zieht.
Man kommt ihr auf der Bühne also lieber nicht mit liberalem Klimbim,
wenn man es sich nicht mit ihr verscherzen will.

Dass ausgerechnet die DIXIE CHICKS, die erfolgreichste Country-Frauen-Combo überhaupt, auf die Verdammungsliste bibelschwingender Heimatmusikfreunde ganz nach oben schaffen würden, noch vor Charles Darwins Abstammungslehre, Homosexualität, Pazisfismus, Feminismus und Bin Laden, hätten sich die drei bislang politisch gänzlich unauffälligen jungen Frauen aus Texas kaum träumen lassen.

Ein Satz von Frontfrau Natalie Maines bei einem Konzert im Londoner
Shepherd´s Bush 2003 katapultiert die Unschuldsband vom Lande in
die Niederungen ungebremsten Resentiments.

Der Dokumentarfilm begleitet die einst von Erfolg und Fans verhätschelte Truppe durch eine fulminante Sympathiekrise, die die des Landes gleich mitspiegelt.

SHUT UP & SING ist mehr als ein ideologischer Schulterschluss mit
den Musikerinnen, mehr als eine Bebilderung von Ereignissen. Es ist
die Arbeit an einem kleinen emanzipatorischen Denkmal in einer chauvinistischen und scheinbar leicht reizbaren Szene, in der Frauen nur als possierliche Singvögel geduldet werden. (Birgit Glombitza, epd)