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MELANCHOLIA

Bild MELANCHOLIA

DK/S/F/D/I 2011 – 130 Min. - engl. OmU - Regie & Drehbuch: Lars von Trier – Kamera: Manuel Alberto Claro – Schnitt: Molly Marlene Stensgård – Musik: Richard Wagner – DarstellerInnen: Kirstin Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling, John Hurt, Alexander Skarsgård, Udo Kier, Brady Corbet, Jesper Christensen u. a.

Mit einer opernhaften Overtüre und der Nahaufnahme des Gesichts von Justine, verkörpert von Kirstin Dunst, verweist Lars von Trier gleich zu Beginn auf das Ende.

Es folgt der erste, heiter beginnende Teil des Films: „Justine“. Auf dem Anwesen von Claire und John wird die Hochzeit von Claires Schwester Justine gefeiert. Doch die Braut weiß mit all dem Pomp und Getue nichts anzufangen und lässt ihren Gefühlsschwankungen freien Lauf, sodass das rauschende Fest in einem Fiasko endet.

Der zweite Teil, betitelt mit „Claire“, spielt ebenfalls auf dem Landsitz, aber aus dem personenreichen Familiendrama wird ein intimes Kammerspiel, in dessen Mittelpunkt die beiden ungleichen Schwestern stehen. Während Claire versucht ihrer Schwester aus der Depression zu helfen, nähert sich der riesige Planet „Melancholia“ bedrohlich der Erde.

Kirstin Dunst spielt Justine mit allen Nuancen der Schauspielkunst, was ihr auch den Preis als Beste Darstellerin beim diesjährigen Internationalen Filmfestival von Cannes bescherte. Ihr um nichts nach steht Charlotte Gainsbourg, die ungleiche Schwester Claire, und es ist berückend schön, wie Lars von Trier das Verhältnis der beiden inszeniert.

„... dieser Weltuntergang versprüht fast so etwas wie Hoffnung – für die Genesung des Regisseurs und für uns alle BewohnerInnen dieses Planeten.“ (filmstarts.de)

Kaum ein Regisseur hat sich im Verlauf seiner Karriere immer wieder so radikal neu erfunden, kaum einer hat so viele Impulse gegeben und ist mit seinen Werken immer wieder den Schritt an die Grenze des Filmemachens und darüber hinaus gegangen. Es besteht kein Zweifel, Lars von Trier ist einer der größten Regisseure unserer Zeit, was MELANCHOLIA einmal mehr aufs Eindrucksvollste unterstreicht. (kino-zeit.de)