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Originaltitel: Rabin, the last day, deutscher Titel: Rabin, the last day

Rabin, the last day
BILD Text Rabin, the last day

IL/FR/IT 2015 - 153 Min. - OmU - Regie: Amos Gitai - Drehbuch: Amos Gitai, Marie-José Sanselme - Kamera: Eric Gautier - Schnitt: Yuval Orr, Tahel Sofer, Isabelle Ingold - Musik: Amit Poznansky - DarstellerInnen: mit Yitzhak Hiskiya, Yael Abecassis, Tomer Sisley u. a.

Zwanzig Jahre ist es her, dass Israels Premierminister Yitzhak Rabin ermordert wurde, bei einer Friedenskundgebung in Tel Aviv am 4. November 1995. Der jüdische Rechtsextremist Jigal Amir feuerte dreimal aus nächster Nähe auf ihn und wurde sofort verhaftet. Der israelische Filmemacher Amos Gitai hatte Rabin schon bei den Verhandlungen um das Oslo-Abkommen mit der Kamera begleitet. Nun ist Gitai in jene Zeit zurückgekehrt, als Rabin mit Yassir Arafat um eine friedliche Koexistenz der Juden und Palästinenser rang und Frieden im Nahen Osten möglich schien.

Gitais Re-Enactment mit Archivaufnahmen, Interviews und nach inszenierten Szenen basiert auf den Protokollen der Schamgar-Kommission. Der Film enthüllt keine Geheimnisse, er stellt nur einen Zusammenhang her zwischen sicherheitstechnischen und den politischen Umständen des Mordes, mitten in der hochaggressiven Stimmung im Land und dem von religiösen Fanatikern wie politschen Führern genährten Hass auf Rabin.

(...)Verzweifelt über die sich immer weiter ausbreitende Subkultur der religiösen Rechten hält Gitai daran fest, dass Israel ein säkularer Staat, nicht ein religiöser sei. Er wird in Israel - und für dieses Land ist sein Film gedreht - dafür nicht nur geliebt werden. (...) Für Gitai ist dies ein sehr persönlicher Film. Er hatte Israel nach dem Libanonkrieg 1982 verlassen und war erst nach Rabins Wahl 1992 zurückgekehrt, um Zeuge des Friedensprozesses zu sein. Sein Film ist eine Hommage an den Mann, der wusste, dass sich Frieden mit Macht nicht erreichen lässt. (faz.net)