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Originaltitel: Maikäfer flieg, deutscher Titel: Maikäfer flieg

Maikäfer flieg
BILD Text Maikäfer flieg

AT 2016 - 110 Min. - OdtF - Regie: Mirjam Unger - Drehbuch: Sandra Bohle, Mirjam Unger, - Kamera: Eva Testor - Schnitt: Niki Mossböck - Musik: Eva Jantschitsch - Ausstattung: Katharina Wöppermann - DarstellerInnen: Zita Gaier, Ursula Strauss, Gerald Votava, Paula Brunner, Krista Stadler, Heinz Marecek, Bettina Mittendorfer, Lino Gaier u. a.

„Es ist Krieg. Es ist schon lange Krieg. Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, dass einmal kein Krieg war.“ Die Welt der neunjährigen Christl besteht vor allem aus Trümmern, Staub und Nächten im Luftschutzbunker. Die Nachricht vom nahen Kriegsende bedeutet für sie und ihre Familie kaum Erleichterung, denn schon naht die nächste Bedrohung: Die Russen kommen. Frauen und Kinder sollen nach Möglichkeit raus aus Wien, heißt es. Die Großeltern bleiben in der halb zerbombten Wohnung in Hernals zurück, weil Oma nicht in einem Nazi-Haus Zuflucht suchen will. Und so findet sich in einer Villa im Vorort Neuwaldegg ein kleines Häufchen gebeutelter, völlig mittelloser Überlebenswilliger.

Der Film von Mirjam Unger basiert auf dem autobiografischen Roman „Maikäfer, flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“ (1973) von Christine Nöstlinger. Die Regisseurin bringt die ebenso berührende wie beinharte Vorlage authentisch und liebevoll auf die Leinwand: Als spannend-humorvolle Geschichte einer Kindheit, als Porträt einer Zeit des (buchstäblichen) Umbruchs – und nicht zuletzt als Hommage für eine der größten österreichischen Autorinnen.

Christine Nöstlinger, eine der wichtigsten und einflussreichsten österreichischen Autorinnen, feiert im Oktober 2016 ihren 80. Geburtstag.