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Originaltitel: Je suis á vous tout de suite, deutscher Titel: Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen

Je suis á vous tout de suite
Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen
BILD Text Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen

FR 2015 - 100 Min. - franz. OmU - Regie: Baya Kasmi - Drehbuch: Baya Kasmi, Michel Leclerc - Kamera: Guillaume Deffontaines - Schnitt: Monica Coleman - Komponist: Jérôme Bensoussan - DarstellerInnen: Vimala Pons, Mehdi Djaadi, Agnès Jaoui, Ramzy Bedia, Laurent Capelluto, Claudia Tagbo, Camélia Jordana, Anémone u. a.

Hanna, 30, attraktiv und äußerst charmant, lebt das schillernde Pariser Großstadtleben einer freiheitsliebenden jungen Frau, unbeeindruckt von der Kultur und Religion ihrer halb-algerischen Herkunft. Ganz anders ihr Bruder Hakim, der das traditionelle Leben eines gläubigen Muslims führt und mit Frau und Kindern noch immer bei seinen Eltern lebt. Ein Gegensatz, der Anlass ist für ständige Auseinandersetzungen zwischen den Geschwistern. Was aber alle Familienmitglieder verbindet ist eine seltsame Macke: Sie sind einfach zu nett, jederzeit und zu jedermann, das Wort „Nein“ scheint ihnen ein Fremdwort zu sein. Als der charmante Arzt Paul in ihr Leben tritt, lernt Hanna, dass wahre Liebe keine Gegenleistung erwartet. Und auch zu ihrem Bruder Hakim tut sich unverhofft ein Weg auf, der die beiden wieder zueinander führen soll...

"Ja, ich bin die Tochter eines algerischen Moslems und einer Französin, das Kind kommunistischer Eltern, zum Christentum konvertiert, schließlich zum Buddhismus und dann zum Hinduismus. Wie viele Kinder von Einwanderern bin ich mit einem Fuß in Frankreich und einem in Algerien aufgewachsen (zumindest in der Vorstellung). Heutzutage wird die Identität zu großen Teilen von der Religion bestimmt. Ich bin eine Frau, die in Frankreich geboren ist, die nicht mehr an Gott glaubt und sich als Atheistin bekennt (etwas, was mir ganz natürlich erscheint, was aber in Algerien nicht wirklich ginge), und als solche Frau hinterfrage ich natürlich auch meine Generation und die Beweggründe derer, die das Bekennen zu einer Religion als tiefes Bedürfnis empfinden, während ich vielmehr versucht habe, mich davon zu befreien (...)" (Baya Kasmi)