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Originaltitel: Tryggð – The Deposit, deutscher Titel: Tryggð

Tryggð – The Deposit
Tryggð
BILD Text Tryggð

IS 2019 - 89 Min. - isl. OmU - Regie: Ásthildur Kjartansdóttir - Drehbuch: Ásthildur Kjartansdóttir - Kamera: Ásgrímur Guðbjartsson - Schnitt: Andri Steinn - DarstellerInnen: Elma Lísa Gunnarsdóttir, Enid Mbabazi, Raffaella Brizuela Sigurðardóttir, Claire Harpa Kristinsdóttir, Valur Freyr Einarsson, Theodór Júlíusson u.a.

Gisella ist Journalistin in Reykjavík und träumt davon, wichtige und aufrichtige Dinge zu schreiben. Bei einem Rechercheprojekt über die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten in Island lernt sie die beiden Frauen Marisol und Abeba sowie Abebas kleine Tochter Luna kennen. Sie bewohnen eine alte Baracke am Hafen, und gerade wegen des kleinen Mädchens hat Gisella schnell Mitleid mit ihnen. Trotz anfänglicher Skepsis bietet sie ihnen schließlich an, bei ihr einzuziehen.

Im großen Haus ihrer Großmutter ist ausreichend Platz, und so kann sie den Frauen helfen und auch ihre eigene finanzielle Notlage durch die Miete lindern.

Anfänglich sind Marisol und Abeba in Gisellas Augen neue Freundinnen und durch Luna fühlt sie sich fast als Mutter. Dabei verkennt sie aber die tatsächliche Ungleichheit der Beteiligten und die ungewollte und fatale Vermischung von Eigennutz und Mitmenschlichkeit. Alles ist so lange gut, wie die drei Mitbewohnerinnen sich wie Gäste verhalten und Gisellas Ansprüchen und Wünschen genügen ...

In ihrem Spielfilm-Debut „Tryggđ“ thematisiert Ásthildur Kjartansdóttirs eingehend und nachvollziehbar die Grenzen, Schwachstellen und die Zerbrechlichkeit von Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Kjartansdóttirs arbeitet dabei mit der Buchvorlage von Auður Jónsdóttir („Tryggðarpantur“, Island 2006), die für ihren Roman 2006 für den Icelandic Literature Award nominiert war. Kjartansdóttir hat die Grundidee über die Jahre gerettet und die wesentlichen Fragen an das Mensch-Sein in einen anderen Kontext gestellt.

Auszeichnung: Internationales Frauenfilmfestival 2019 Florenz - Friedenspreis