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Originaltitel: Hilma af Klint , deutscher Titel: Jenseits des Sichtbaren - Hilma af Klint

Hilma af Klint
Jenseits des Sichtbaren - Hilma af Klint
BILD Text Jenseits des Sichtbaren - Hilma af Klint

DE 2019 - 93 Min. - OmU (deutsch, englisch, schwedisch) - Regie: Halina Dyrschka - Kamera Alicja Pahl, Luana Knipfer - Schnitt: Antje Lass, Mario Orias, Halina Dyrschka - Musik: Damian Scholl („Beuys”)

1906 malt die Schwedin Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, Jahre vor Kandinsky, Mondrian und Malewitsch: Die Erfinderin der Abstraktion war eine Frau.

Verkannt und verschwiegen wird Hilma af Klint heute als Pionierin der Abstraktion gefeiert. So rüttelt ihr überwältigendes Werk Jahrzehnte nach ihrem Tod die Kunstwelt auf. Denn der Skandal war groß als das MoMA in New York 2012 die Ausstellung INVENTING ABSTRACTION eröffnete - ohne die Werke af Klints: Man leugnete einfach ihre Existenz. Aber die darauffolgende erste Retrospektive von Hilma af Klints Oeuvre in Europa sorgte für einen Aufschrei: „Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden“.

Die Ausstellung „Pionierin der Abstraktion-Hilma af Klint“, die 2013 startete, tourte über 3 Jahre durch Europa und erreichte über 1 Millionen ZuschauerInnen. Die Ausstellung im Guggenheim Museum in New York war mit 600.000 Besuchern die bis dato erfolgreichste ihrer Art.

Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand nimmt davon Notiz?

Die cineastische Annäherung an eine Pionierin, deren sinnliches Werk nicht nur künstlerisch fasziniert, zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Die außergewöhnliche Gedankenwelt der Hilma af Klint reicht dabei von Biologie und Astronomie über Theosophie bis hin zur Relativitätstheorie und umspannt einen faszinierenden Kosmos aus einzigartigen Bildern und Notizen.

Heute begeistert die Künstlerin Millionen mit ihrem schrankenlosen Denken, welches in einem überwältigenden Oeuvre gipfelt und die Geschichtsschreibung der Kunst auf den Kopf stellt.

Auszeichnung: Publikumsgewinner – Filmkunstmesse Leipzig 2019