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Originaltitel: Chaos, deutscher Titel: Chaos

Chaos
BILD Text Chaos

LB/AT/QA/SY 2018 - 95 Min. - OmU - Regie: Sara Fattahi - Kamera: Lukas Schaller, Sara Fattahi - Schnitt: Raya Yamisha - Ton: Bruno Pisek - DarstellerInnen: Raja, Heba, Jaschka Lämmert u.a.

Bilder jenseits des Sagbaren. CHAOS erzählt die Geschichten dreier Frauen aus Damaskus, die mit dem Nachhall traumatischer Kriegserfahrungen zurechtkommen müssen. Jede von ihnen befindet sich an einem anderen Ort, in einer anderen Situation. Sara Fattahi entfaltet, was die Frauen eint: Seelische Wunden. Ein sensibel komponierter Filmessay, der das innere Empfinden gleichermaßen ausdrückt wie adressiert.

CHAOS erzählt die Geschichten dreier Frauen aus Damaskus, die mit dem Nachhall traumatischer Kriegserfahrungen zurechtkommen müssen. Jede von ihnen – eine ist die syrische Filmemacherin selbst – befindet sich an einem anderen Ort, in einer anderen Situation. Behutsam spannt Sara Fattahi in diesem Filmessay auf, was die Frauen eint: Seelische Wunden, die sich unsichtbar im Innersten eingenistet haben.

Auch der Krieg ist in CHAOS nicht zu sehen – und doch ist das Abwesende gegenwärtig, hängt wie ein Nebel dumpf über den Bildern: Eine der Frauen lebt noch immer in Damaskus. Schwarze Vorhänge isolieren sie von der Außenwelt. Gefangen in ihrer Trauer wandert sie in den dunklen Schattenwürfen ihrer Wohnung umher, in der sie Tag für Tag ihrem ermordeten Sohn frische Wäsche zurechtlegt – in einer Stille, die keine Ruhe, sondern stumme Sprache dieses Films ist. Während die eine aufgehört hat mit der Außenwelt zu kommunizieren, versucht eine andere, den Schmerz und die Ängste auszudrücken, die sie immer wieder den Halt verlieren lassen. Im schwedischen Exil probiert die junge Künstlerin, ihre bitteren Erinnerungen in Bilder und Collagen zu sperren.

Auszeichnungen: Goldener Leopard, Cineasti del Presente, Filmfestival Locarno 2018, Erste Bank MehrWert-Filmpreis der Viennale, Großer Diagonale-Preis des Landes Steiermark als Bester Österreichischer Spielfilm.