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Originaltitel: Nobadi, deutscher Titel: Nobadi

Nobadi
BILD Text Nobadi

2019 AT - 89 Min. - OdtF - Regie: Karl Markovics - Drehbuch: Karl Markovics - Kamera: Serafin Spitzer - Musik: Matthias Loibner - Schnitt: Alarich Lenz - DarstellerInnen: Heinz Trixner, Borhanulddin Hassan Zadeh, Maria Fliri, Konstanze Dutzi, Julia Schranz, Edi Jäger, Sven Sorring, Simone Fuith u.a.

Heinrich Senft, 93, lebt in einem Schrebergartenhaus am Stadtrand von Wien. Sein Hund ist in der Nacht gestorben und er will ihn heimlich im Garten begraben. Als der Stiel der Spitzhacke bricht, fährt er zum Baumarkt, einen neuen besorgen. Auf dem Rückweg spricht ihn ein junger afghanischer Flüchtling an. Ob er Arbeit für ihn habe? Der Afghane Adib Ghubar hinkt, und er ist mit drei Euro in der Stunde einverstanden.

Als die Grube fertig ist und es ans Bezahlen geht, kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung. Senft kann sein Geld nicht finden. Schließlich fällt ihm ein, dass er das Geld selbst versteckt hat, aus Angst bestohlen zu werden. Er bezahlt den jungen Mann und lässt ihn gehen.

Einige Zeit später findet Senft Adib. Der Flüchtling hat offenbar eine schwere Fußverletzung, weigert sich aber, ins Spital zu gehen. Senft bringt ihn zu einer Tierärztin, bittet sie, ihm wenigstens Antibiotika und Schmerzmittel zu geben. Senft ist sich sicher: Die einzige Möglichkeit Adib das Leben zu retten besteht darin, sein Bein zu amputieren. Um bei der improvisierten Operation nicht das Bewusstsein zu verlieren, beginnt der Flüchtling dem alten Mann seine Geschichte zu erzählen.

Die Fügung der Geschichte bringt diese beiden völlig unterschiedlichen Menschen zusammen - einen alten Mann am Ende und einen jungen Mann am Beginn seines Lebens.

"Aus den Rümpfen zweier älterer Ideen entwickelte ich eine neue. Ein alter Nazi sucht am Ende seines Lebens nach einem Sinn. Ein junger Flüchtling sucht am Anfang seines Lebens nach einem Platz. NOBADI ist, wie schon mein erster Film ATMEN, auch eine Geschichte über Schuld und Sühne und über Opfer und Täter; aber mehr noch ist NOBADI eine Geschichte über die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz." (Karl Markovics)