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Originaltitel: Remake, Remix, Rip-off, deutscher Titel: Remake, Remix, Rip-off - Über Kulturkino und das türkische Pop-Kino

Remake, Remix, Rip-off
Remake, Remix, Rip-off - Über Kulturkino und das türkische Pop-Kino
BILD Text Remake, Remix, Rip-off - Über Kulturkino und das türkische Pop-Kino

DE/TR 2014 - 96 Min. - türk. OmU - Regie: Cem Kaya - Buch & Schnitt: Cem Kaya - Produzent: Jochen Laube - Kamera: Meryem Yavuz, Tan Kurttekin - Filmrecherche: Gözen Atila - DarstellerInnen: Interviewpartner: Memduh Ün, Kurt Tulgar, Giovanni Scognamillo, Murat Özcan, Yılmaz Atadeniz u. a.

In den 60er und 70er Jahren war die Türkei eine der größten Filmproduzenten der Welt, obwohl ihre Filmindustrie "Yeşilçam" finanziell und strukturell instabil war. Der amerikanischen und europäischen Konkurrenz ausgesetzt, drehten die wenigen Drehbuchautoren und Regisseure des Landes die Filme ihrer Mitbewerber einfach nach.

Kaum ein Blockbuster wurde ausgelassen. Es gab türkische Versionen von Tarzan, Drakula, Der Zauberer von Oz, Der Exorzist, Superman, Rambo oder Star Wars, um nur einige Wenige zu nennen. Diese "hauruck" und mit wenig Budget gedrehten Imitationen feierten vor allem in den ländlichen Gebieten Anatoliens große Erfolge.

Die Regisseure waren schnell, die Crews pragmatisch und die Schauspieler unverwüstlich.

Die technischen Unzulänglichkeiten wurden wettgemacht durch exzessiven körperlichen Einsatz vor und hinter der Kamera. Viele Yeşilçam Filme besitzen eine unbändige Energie. Denn wo Luke Skywalker ein Mal zuschlägt, schlägt Action Star Cüneyt Arkın hundert Mal zu!

In "Remake, Remix, Rip-Off" zeichnet Cem Kaya die Goldene Ära des populären türkischen Kinos nach.

Cem Kaya ist ein Dokumentarfilmer wohnhaft in Berlin, mit einer Schwäche für Found Footage Material. Seine Filme zeichnen sich aus durch eine stringente und oft humorvolle Narration aufgebaut auf akribisches Hintergrundwissen. "Remake, Remix, Rip-Off" ist das Resultat einer Masterarbeit und sieben Jahren Filmproduktion, in denen er hunderte Interviews geführt und tausende Yeşilçam Filme gesichtet und katalogisiert hat.

Der Film ist der Auftakt für das heurige MKH-Jugendmedien-Sommerprojekt „Copy Art “ mit anschließendem Gespräch & Party.

Das originelle und identitätsstiftende Potential sogenannter „Remix- und Kopierkultur“ wird meist unterschätzt. Dabei sind Jugendliche Expert*innen des Imitierens/Adaptierens und darin sich bereits Bestehendes zu eigen zu machen. Ob in der Mode, beim Produzieren von eigenen Bildern oder in der Musik, das vorgefundene Material wird auseinandergenommen, umgestaltet und weiter entwickelt.

In einer Reihe von Filmproduktionen (Drehbuch, Kamera, Regie, Schauspiel, Maske, Kostüm) und Workshops (Foto, Grafik, DIY Filmtechnik, Musik u.v.m.) zur „Kunst des Kopierens“ sind Jugendliche dazu eingeladen sich mit Künstler*innen und Filmemacher*innen auszutauschen und ihre „eigenen“ Ideen zum Thema zu verwirklichen.

Keinerlei Vorerfahrung nötig!

Nähere Infos & Termine zu den Sommerprojekten gibt es bei der Veranstaltung und via Email l.kovacs@medienkulturhaus.at