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Originaltitel: Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes, deutscher Titel: Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes
BILD Text Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes

DE 2017 - 99 Min. - OdtF - Regie: Julian Radlmaier - Drehbuch: Julian Radlmaier - Kamera: Markus Koob - Schnitt: Julian Radlmaier - Sound Design: Christian Obermaier, Tobias Bilz - Ton: Kai Ziarkowski - DarstellerInnen: Julian Radlmaier, Deragh Campbell, Kyung-Taek Lie, Beniamin Forti, Ilia Korkashvili, Bruno Derksen u. a.

Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht Julian sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin Camille weismacht, es handle sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien. Die beiden landen in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian die körperliche Arbeit kaum erträgt, stürzt sich Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche. Für Julian wird es zunehmend unmöglicher, den kommunistischen Filmemacher zu mimen. Dann kommt ihm auch noch ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischem Traum in die Quere und, nicht zu vergessen, dieser aus dem Ruder gelaufene Mönch mit magischen Kräften. Bei so vielen kontrolliert schäumenden Konflikten erstaunt es nicht, dass auch noch die Plantagenbesitzerin versehentlich getötet wird. Zu guter Letzt pfeifen die Spatzen einen unerhörten Plan von den Bäumen.

"Julien Radlmaier gelingt etwas Seltenes: Ein sehr lustiger deutscher Film, der den Mut hat, sich nicht ernst zu nehmen und gleichzeitig utopisch zu sein, und von der Revolution zu erzählen. Eine politische Komödie.

Julian Radlmaier, geboren 1984 in Nürnberg. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin (dffb), arbeitete als persönlicher Assistent von Werner Schroeter und ist Herausgeber eines Bandes mit filmkritischen Texten des französischen Philosophen Jacques Rancière, die er auch übersetzt hat. "Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes" ist sein Abschlussfilm an der dffb.