Logo plus Hintergrund

Navigation

Originaltitel: Unerkannte Heldinnen, deutscher Titel: Hidden Figures

Unerkannte Heldinnen
Hidden Figures
BILD Text Hidden Figures

US 2017 - 127 Min. - engl. OmU - Regie: Theodore Melfi - Drehbuch: Theodore Melfi, Allison Schroeder - Kamera: Mandy Walker - Schnitt: Peter Teschner - Musik: Hans Zimmer, Pharell Williams - DarstellerInnen: Kirsten Dunst, Kevin Costner, Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Mahershala Ali, Jim Parsons, Janelle Monáe u. a.

An dem Weltraumwettrennen der zwei Großmächte Sowjetunion und Vereinigte Staaten von Amerika, so schien es bisher, war nur eine Gruppe von Menschen beteiligt: Weiße Männer. Doch im Hintergrund arbeiteten nicht nur viele Frauen als Mathematiker- und Programmiererinnen, die komplexe mathematische Formeln per Hand berechneten, sondern eben auch eine kleine Gruppe Afroamerikanerinnen. Doch diese blieben stets verborgen, nicht nur in der Geschichtsschreibung, sondern auch vor Ort, wo die NASA sie in ein eigenes Haus verwies, das weitab von allen anderen lag. Die Existenz dieser Frauen wurde so an den Rand gedrängt, dass selbst die Schauspielerinnen, die sie spielten, anfänglich dachten, es handle sich hier um eine Fiktion, nicht um einen Tatsachenbericht. Doch Tatsache ist: Es gab sie – und ohne sie wären die Amerikaner nie auf dem Mond gelandet.

Dorothys, Katherines und Marys Geschichte ist viel weniger die eines Dramas, sondern die dreier Frauen, die sich trotz allem durchsetzen – mit viel Mut, Gefühl und Intelligenz. Und so ist auch der Film einer, der nie über die enormen Einschränkungen, die Demütigungen, die Gefahren hinwegspielt, sondern sie zeigt, wie sie sind. Aber er überkommt sie mit einem subtilen, warmen Humor, der den Protagonistinnen in jeder Lage ihre Würde und Menschlichkeit bewahrt.