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Originaltitel: Köpek, deutscher Titel: Köpek

Köpek
BILD Text Köpek

CH/TR 2015 - 100 Min. - türk. OmU - Regie: Esen Isik - Drehbuch: Esen Isik - Kamera: Gabriel Sandru - Schnitt: - Musik: Marcel Vaid - DarstellerInnen: Baris Atay, Bekir Sevenkan, Cemal Toktas, Barış Atay, Beren Tuna, Çağla Akalin, Salih Bademci u. a.

Ein Tag in Istanbul. Drei Schicksale, verschiedene Lebenssituationen und Verhältnisse: Ein Straßenjunge, der ein Mädchen aus höherer Gesellschaft anhimmelt; eine unglücklich Verheiratete, die ihren Ex-Verlobten trifft; und eine Transsexuelle, die sich prostituieren muss, um zu überleben. Sie alle suchen ein bisschen Glück und Zuneigung.

In unspektakulärer, sich geschickt dezent aufheizender Atmosphäre zeigt die türkisch-schweizerische Regisseurin und Drehbuchautorin, wie sich aus defizitären, alltäglich gewohnten, dann jedoch eines Tages gefährlich anschwellenden Zuständen und Ereignissen Katastrophen entwickeln können, auch jenseits der expliziten aktuellen soziopolitischen Problemlagen, mit denen Istanbul und die Türkei gerade in den Medien präsent sind. Der titelgebende Hund – Köpek – tritt einerseits tatsächlich als verwaister Welpe auf, den Cemo unbedingt retten will, symbolisiert aber andererseits ein schutzloses Schicksal, das auch den menschlichen Kreaturen in gewisser Weise widerfährt.

Ihren Film widmet Esen Isik der italienischen Künstlerin Pippa Bacca. Diese unternahm 2008 im weißen Hochzeitskleid einen Friedensmarsch von Rom nach Palästina. In Istanbul wurde sie vergewaltigt und umgebracht. Von dieser Geschichte aus ist die Idee entstanden, einen Film über Unrecht und Gewalt zu machen.

IM GESPRÄCH mit der Regisseurin ESEN ISIK am 10.3.2017 nach der 19:30 Vorstellung.

Ein Film im Rahmen der FrauenFilmTage 2017 Wels.